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Sintang Lestari (ewiges Sintang)

Sintang Lestari (ewiges Sintang)


(Hier der Blog als pdf Dokument: Sintang-Lestari.pdf)

Ich bin guter Stimmung! 46.771 Hektar, mehr als 115.000 Acres, warten auf die Orang-Utans und andere Wildtiere an den oberen Läufen des Marakei-Flusses! Gestern am Samstag, den 20. November 2010, wurde ein sehr wichtiger Meilenstein erreicht. Sintang Lestari [Ewiges Sintang] ist nun Wirklichkeit geworden. Gerade hatten wir ein zweites Treffen mit dem Bupati, dem demokratisch gewählten Führer der autonomen Region Sintang. Er ist ein einheimischer Dajak, der sein Gebiet in- und auswendig kennt. Er selbst kommt aus der Marakei-Gegend in der Sintang-Region und er versteht völlig worum es bei unserem Projekt geht. Lasst mich euch mit zurücknehmen an den Anfang, wo alles begann und [erzählen] was es mittlerweile bedeutet, an diesem Sonntag Morgen 30.000 Fuß über Borneo zu fliegen, zurück nach Manado, nach 5 gut verbrachten Tagen im Inneren West-Kalimantans.
 
Sonntag, 14. November
 
Ich fliege zurück nach Jakarta, um Richard und Penn zu treffen, und um mit Ulla [Freifrau von Mengden, Anm.] und Prof. Frans Magnus Suseno zu Abend zu essen. Ulla ist heute Abend wirklich nicht glücklich. Das war ganz anders, als ich vor 10 Tagen in ihrem Haus im Zoo übernachtete und wir den halben Tag damit verbrachten, all die Orang-Utans zu besuchen, die auf ihre Chance warten, nach Yogyakarta zu gehen. Der Ausbruch von Indonesien’s aktivstem Vulkan, dem Merapi, hat unsere Bemühungen behindert, obwohl wir mit unserem Orang-Utan-Center mehr als 40 Kilometer vom Krater entfernt sind. Aber das Futter ist noch teurer und schwieriger zu bekommen, da es aus anderen Regionen herangefahren werden muss, über Straßen, die von der feinen Asche rutschig wurden. Und einige der Mitarbeiter müssen ihren Familien helfen, die direkt vom Ausbruch betroffen sind, so dass wir neue Leute einstellen müssen. Aber es ist nicht die Verzögerung, die Ulla Sorgen macht; sie ist wieder hingefallen und geht mit noch größeren Schwierigkeiten. Ihr Fuß ist eng bandagiert und ihr Slipper fällt ständig von ihrem rechten Fuß. Sie weiß, dass sie nicht länger unter diesen Bedingungen im Zoo bleiben kann, und die Aussicht darauf, dass die Dinge sich nach 60 Jahren des Kampfes einem Ende zuneigen und immer noch nicht befriedigend gelöst sind, würde jeden wütend machen.
 
Ich nehme Ulla mit nach Hause und zeige ihr den Film über die Millionen Kinder, die nun zusammenkommen und in einer einzigartigen Anstrengung unseren Planeten retten wollen, und sie bittet mich, nicht mit ihr böse zu sein und bald wieder zu kommen.
 
Montag, 15. November
 
Ich wache um 3 Uhr morgens auf, packe meine Ausrüstung und gehe, um Richard und Penny beim Flughafen aufzusammeln. Am Eingang wartet Patrick Rouxel darauf sich uns anzuschließen. Um 6 Uhr heben wir ab. Mit auf dem Flug ist Seto und ein australischer Gast von COP [Center for Orangutan Protection, Anm.], der mich sehr enthusiastisch begrüßt. Als wir in Pontianak landen, finden wir heraus, dass es keine Plätze mehr gibt in der Propeller-Maschine, die um 5 Uhr Nachmittags von Pontianak nach Sintang startet. Es gibt nur noch Flüge am Montag, Mittwoch und Sonntag. Deswegen rufen wir Dwi an, die Assistentin von Pater Jacques, und fragen sie, ob sie für uns Vier ein verlässliches Auto besorgen kann. Wir werden die Gelegenheit nutzen, um nach den 4 Orang-Utans zu sehen, die das Forstministerium zeitweilig in einem Touristenort namens Pancuraji bei der Hauptstadt Sanggau im autonomen Sanggau-Distrikt untergebracht hat.
 
Der Fahrer Ivan kommt an und Punkt 10 Uhr gibt er Gas. Wir verlassen bald die Umgebung von Pontianak und die Straßen werden sehr schlecht. Wir werden heute 10 Stunden benötigen, um Sintang zu erreichen. An verschiedenen Stellen haben wir schweres Gerät gesehen, das Erdreich und Steinbrocken bringt, um Straßen durch die Sümpfe mit ihrem sehr unsicheren Untergrund zu ziehen. Die Reise ist eine Tortur für das Auto, kein Wunder, dass es eine Million Rupiah [ca. 66 Euro, Anm.] kostet uns hierher zu bringen. Am Flughafen begann ich bereits die Leute nach Orang-Utans zu fragen und sie nannten den Sinka-Zoo. Er ist berüchtigt, und mehrere Orang-Utans werden dort unter sehr schlechten Bedingungen gehalten. Sean Whyte hat unermüdlich gearbeitet, um diese Orang-Utans zu retten und ich wünschte, wir könnten zuerst dahin gehen, aber es ist zu weit weg im Norden und am nächsten Tag morgens werden wir unsere erste Besprechung mit dem Bupati von Sintang haben.
 
Meilen um Meilen über schlechte Straßen, an kleinen, armen Dörfern und endlosen Ölpalm-Plantagen, lassen meine Mitfahrer einschlafen bis zum nächsten großen Schlagloch in der Straße, oder bis zu einem Halt an einer Tankstelle, oder zu einem Besuch einer der vielen interessanten Toiletten. Wir finden ein kleines Straßenrestaurant, in dem es eine große Auswahl an vegetarischen Gerichten für Patrick und mich gibt. Überall sprechen wir mit den Einheimischen, um zu sehen, ob wir Informationen über Orang-Utans bekommen können, freie oder illegal gefangene. Dann erreichen wir Sanggau nach 5 Stunden, in denen wir im Auto durchgeschüttelt wurden. Wir fragen ein paar Mal, finden dann aber die ziemlich abgelegenen Pancuraji Grounds. Pancuraji ist der Name eines 3 Meter hohen Wasserfalls. Wir kaufen Tickets und fahren hinein. Dort gibt es Tengkawang Bäume! Diese Bäume, die traditionell von den Dajaks gepflanzt werden, um sie mit dem raren Fett und Öl zu versorgen, sind viel nachhaltiger als Palmöl und werden nun wieder selten angepflanzt. Viele von ihnen wurden abgeholzt und durch Ölpalmen ersetzt!
 
Im Inneren sehen wir einen rot, gelb und blauen Spielplatz für Kinder mit ein paar auf Pfosten geketteten Vögeln. Dann sehen wir einen sehr kleinen Käfig mit einem großen Reh. Und dann sehen wir den Kerker… Ein offenes, heißes Areal von einer Betonwand umgeben und mitten auf einem Müllberg steht ein kleiner rostiger Käfig in dem 2 (!) sehr ungesunde und sonnenverbrannte Orang-Utans immer und immer wieder dieselben Bewegungen machen. Es gibt kein Wasser, kein Futter, keine Menschen, nichts. Nur diese beiden Orang-Utans und ihre ständigen Bewegungen…
 
Wir gehen zum Käfig, erkunden die Umgebung und machen ein paar Bilder. Dann springe ich die Betonwand hinunter in den Morast. Es steht dort ein Autoreifen, von dem aus ich das Ende der Mauer erreichen und später hinausklettern können sollte. Ich gehe direkt auf die Orang-Utans zu, die sehr überrascht sind über diesen ungewöhnlichen Besuch. Ich gebe ihnen zuerst etwas Wasser und Früchte, die wir mitgebracht haben und sie schnappen sich sofort die Flaschen und trinken sehr geschickt aus ihnen. Offensichtlich haben sie das schon vorher getan, wenn man all die Flaschen und das Plastik und den Müll um ihren Käfig sieht. Aber wie oft waren sie ohne Futter und Wasser? Beide sind sehr dünn und unterernährt. Ich schaue mir die gelben Exkremente an. Keine Fasern. Nur weißer Reis! Ihre Augen sind ganz stumpf. Ich mache schnell Kontakt mit beiden und sie möchten so gerne, dass ich sie streichle… Ich fühle mich so traurig…
 
Die Älteste – beide sind Weibchen – menstruiert gerade. Sie muss 13 Jahre alt sein, ist aber so klein für ihr Alter. Ich denke an Pingky… Das zweite Weibchen hat noch nicht mal die M3 Molaren [Backenzähne, Anm.] wie ich durch die dünnen Wangen fühlen kann; sie muss also 6 oder 7 Jahre alt sein. Beide haben aber dreckig-graues Haar ohne eine Spur des öligen Glanzes, der sie zu den roten Affen macht. Aber wo stecken die anderen beiden Orang-Utans, die hier ein paar Monate vorher gesehen wurden?... Ich fasse an die Betonecke und ziehe mich heraus, und realisiere, wie wenig Sport ich in den letzten 2 Monaten des beinahe non-stop Reisens und Vorträge Haltens gemacht habe… Ich bitte Richard, Penny und Patrick hier zu bleiben, während ich losgehe und den Rest des Geländes untersuche.
 
Ich finde ein Bambusbehältnis mit einem Storch darin. Und da gibt es noch 2 weitere Rehe hinter Stacheldraht, die versuchen etwas Gras von außerhalb des Zaunes zu fressen. Es gibt einen dreckigen Teich mit einem einzelnen Krokodil darin. Und da gibt es eine Gruppe von 5 Arbeitern, die das Gras mähen und ein paar Büsche beschneiden. Das war’s. Das ist der Touristenort! Ich schlendere zu den Arbeitern und beginne eine Unterhaltung, indem ich mich zwischen die Raucher ins Gras setze. Es gibt an die 20 Besucher pro Tag hier. Jeder bezahlt im Durchschnitt 2500 Rupiah. „Und was ist mit denen da?“ frage ich, als ein großer Armee-Wagen mit gut gelaunten jungen Männern vorbeifährt. „Nein, diese Leute zahlen nicht, das weißt du!“ Nun, dieser Ort soll Geld bringen, er gehört der Tourismusbehörde und man sieht 7 Leute dort arbeiten, aber keinen Tierarzt oder Tierpfleger. Einen, um Futter zu bringen, einen um die Eintrittskarten zu verkaufen und 5 um das Gras zu mähen? „Ja?“ Nun, der Ticketverkauf kann nicht mehr als 10% der Kosten decken! Die Arbeiter lachen nur und zucken mit den Schultern. Ich spreche über Zuckerpalmen und die anderen Bäume. Dann die eigentliche Frage… „Ich habe gehört, dass es hier mehrere Orang-Utans gibt, warum sind da nur 2?“
 
Nun in den letzen paar Monaten sind die beiden Kleineren gestorben und andere sind hier auch gestorben. Die halten sich nicht so lange… Sie sagen das mit solch einer Trivialität, mein Blut kocht, aber man kann diese armen, nahezu zahnlosen Arbeiter nicht dafür verantwortlich machen, was hier geschieht. Es ist die Waldwirtschaft. Ich frage mich, ob dieser Ort den Status einer Schutzagentur hat… Ich glaube nicht… Also Hausaufgaben machen!
 
Wir haben viele Bilder und Filme gemacht und müssen unsere Reise fortsetzen. Ich entscheide, dass der einzige Weg, die beiden verbliebenen Weibchen namens Inul und Ciplus zu bekommen, der ist, den Bupati von Sintang um Hilfe zu bitten, damit sie in unser Center kommen können. Richard versteht glücklicherweise, obwohl er zerstört ist, aber es gibt nichts was wir machen können, keine Käfige und dann gibt es da den Zaun, durch den wir auf unserem Weg nach draußen müssen.
 
Es ist 8 Uhr am Abend als wir die Kobus-Foundation erreichen. Pater Jacques und Jean Kern stehen bereits draußen, um uns zu begrüßen! Es fühlt sich hier an wie nach Hause kommen. Simon Purser, Dudung, mein vertrauter und loyaler Vize-Direktor, und Dwi sind auch hier. Das Abendessen ist fertig und der Palmwein steht auf dem Tisch. Viele Geschichten werden ausgetauscht und Pläne für Morgen diskutiert, mit noch mehr Palmwein auf der wunderschönen Terrasse mit all den Dajak-Utensilien und den vielen gemalten Kopien von Gemälden der holländischen Meister wie Vermeer. Um Mitternacht gehe ich in mein Zimmer, das ich mir mit Richard und Patrick teile.
 
Dienstag, 16. November
 
Patrick geht um 5 Uhr aus dem Zimmer, um zu Filmen und ich stelle das Inmarsat Satelliten-System, den Explorer 700, auf, damit wir telefonieren und eMails verschicken können. Die Geschwindigkeit ist nicht mehr besonders hoch… Deshalb dauert es lange, um Bilder zu verschicken oder zu empfangen, aber letzten Endes funktioniert es. Ich gehe raus, um nach den Orang-Utans zu sehen. Sie sehen gut aus! Rosalyn, Kim, Dhani und Femke haben alle einen tollen Job gemacht. Dann gibt es Frühstück auf der Terrasse mit holländischem Käse und Eiern und vielen Kannen Kaffee. Dann, plötzlich ein Signal, Zeit zum Aufbruch! Der Bupati wartet. Wir laufen zum Auto, quetschen die ganze Truppe hinein, kommen am Haus des Distrikt-Chefs an und werden gebeten zu warten. Die Stunde Wartezeit nutze ich, um den Film und all die Dokumente zu ordnen, die ich ihm zeigen will. Pater Jacques macht seine übliche Runde, schüttelt allen die Hände und stellt enthusiastisch unsere Arbeit allen Beamten vor, die auch auf den Distrikt-Chef warten. Dann: Es geht los! Wir können reingehen.
 
Drinnen werden wir herzlich vom Bupati begrüßt und, da wir wissen wieviel er zu tun hat und dass er eigentlich bereits im Auto sein sollte in Richtung Grenze zum Sekadau-Distrikt, starte ich sofort meine Präsentation mit den Updates. Wir zeigen den Kurzfilm zum Action Movie in 3D über unsere DeforestACTION Kampagne. Er ist sehr beeindruckt und glücklich. Dann erzählt er uns, dass es etliche Gebiete gibt, die gut für uns sein könnten, und dass er an diesem Nachmittag, wenn er vom Feldbesuch zurückkommt, ein Treffen hat, bei dem die Landnutzung geplant wird. Er wird es ansprechen. Aber er möchte, dass wir die 200,000 Hektar (eine halbe Million Acres!!!) Grasland im Süden wieder aufforsten. Es gehörte zu einer Unternehmung der staatlichen Forstbehörde, aber alles was sie machten ging schief. Es gab Konflikte mit den Leuten vor Ort, die wiederholt die gepflanzten Pinienbäume abbrannten, und nun ist dort in den letzten 10 Jahren nichts passiert. Aber dieses Gebiet muss vom Forstministerium übertragen werden. Deshalb bittet uns der Bupati, einen Brief zu schreiben (den er 3 Stunden später bekam), in dem er um das Land gebeten wird, damit er einen offiziellen Brief an das Forstministerium schreiben kann. Er willigt auch ein, mich bei meinem Treffen mit dem Minister im Dezember zu begleiten. Großartig!
 
Wir sind wieder auf dem Weg nach Kobus. Wir inspizieren die unfertigen Käfige, diskutieren die finanzielle Situation und dank einer Kombination von Spenden von Primates helping Primates, BOS Luxembourg und Orangutan Outreach sowie Patti Ragan vom Center for Great Apes, können wir weitermachen und die Käfige fertigstellen, die wir so dringend für die geplanten Neuankömmlinge benötigen. Vorschläge werden gemacht, der Geldbedarf kalkuliert, administrative Dinge besprochen und noch mehr Kaffee wird für mich gemacht.
 
Dann gehen wir los, um die Ladies zu besuchen! Pingky, Neng und Suki. Sie haben die Quarantäne-Zeit hinter sich gebracht, aber die Mitarbeiter sind noch immer ängstlich, die drei zusammen zu bringen. Ich gehe los und besuche alle drei Damen persönlich. Dann lasse ich die Türen zwischen den drei Quarantäne-Käfigen öffnen. Wundervoll!!! Pingky ist die Erste, die von ihrem Käfig zu den anderen geht. Neng ist die Erste, die die Interaktion startet. Suki ist ein bisschen schüchtern, aber nichts Schlimmes passiert. Und als Neng und Pingky Wrestling spielen, kommt Suki mit gespitzten Lippen und schwingenden Armen dazu, vermeidet aber noch den direkten körperlichen Kontakt. Wie glücklich sie sind!! Sie drehen sich, ringen spielerisch miteinander!
 
Wieder ein Anruf! Der Chef des regionalen Planungsbüros möchte uns in seinem Haus sehen. Wir gehen sofort dahin und werden extrem freundlich empfangen. Pak Masud ist ein gläubiger Muslim, aber ein langjähriger Freund von Pater Jacques, der von jedem in der Gemeinschaft respektiert wird! Wir bekommen eine spezielle Suppe und Getränke, denn heute ist die Nacht vor dem Qurban-Tag, dem Tag des Opfers. Masud selbst wartet bis zum Sonnenuntergang bis er Flüssigkeit zu sich nimmt und erklärt uns den Wert des Fastens für die Reinigung. Morgen werden Millionen von Tieren, die von denen die Geld haben gekauft wurden, geschlachtet und das Fleisch wird unter den Armen verteilt. Heute Nacht muss Masud zu allen seinen Nachbarn und Freunden gehen und sie werden auch zu ihm kommen. Aus diesem Grund hat er genügend Essen da, das er heute Nacht mit uns Sechs teilen kann.
 
Masud spricht über ein paar andere Projekte in der Sintang-Region, von denen er nicht besonders beeindruckt ist, um es vorsichtig zu formulieren. Und er berichtet, dass der Bupati ein Extra-Treffen abgehalten hat, damit wir das Gebiet für Sintang Lestari bekommen. Er erzählt uns von Marakei. Alles was noch nötig ist, damit dieses Gebiet „Sintang Lestari„ werden kann ist die Unterschrift des Bupati und dann kann es sofort benützt werden! Ribai, der Sohn des traditionellen Dajak-Führers, der in Kobus arbeitet, kennt das Gebiet gut. Es klingt vielversprechend. Dann, nachdem wir versprechen, uns morgen nach dem Muslim-Feiertag zu treffen, die Landkarten und andere Dokumente studieren, die zum Marakei-Gebiet gehören, gehen wir zum Abendessen, und ich bereite meine Präsentation für heute Abend vor.
 
Zunächst gehen wir alle zum Langhaus auf dem Gelände von Kobus. Zusammen mit den Gästen sehen wir uns „Green - the film“ an, den Patrick gemacht hat und der im Internet frei verfügbar zum Runterladen ist. Jeder ist extrem beeindruckt. Der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Film ist spannend und erzählt ohne Worte die komplette Geschichte der Ölpalmen und Orang-Utans. Dann mache ich die Präsentation, die ich in Apenheul gehalten habe und erkläre all die neuen Programme und das Warum und Wie. Danach sitzen wir auf der oberen Terrasse und genießen mehr von den 40 Litern an lokalem Wein, den Pater Jacques für unseren Besuch vorbereitet hat…
 
Mittwoch, 17. November
 
Ich wache um 4 Uhr früh auf, um an den Präsentationen und Dokumenten zu arbeiten, auf die Microsoft und TakingItGlobal warten. Aber als das erste Licht kommt, verbringe ich anderthalb Stunden mit all den Orang-Utans. Wie glücklich Pingky, Neng und Suki sind! Ich fühle mich, als ob ich schwebe! Dann stehen Frühstück und ein Treffen auf dem Programm. Wir diskutieren viele kulturelle Angelegenheiten; oder besser gesagt, ich rede die meiste Zeit. Eine Menge der Dinge da draußen sind nicht leicht zu verstehen und es braucht Viel, um Tag für Tag unser Bestes zu geben, während wir fühlen, dass so viele Dinge anders sein sollten. Einige Dinge können unsere Volontäre nicht verstehen, zum Beispiel, warum die lokale Kultur so verschieden ist und andere Dinge liegen einfach nur an unserem immer noch begrenzten Geldfluss.
 
Dwi hat den Polizei-Chef wiederholt angerufen, aber es wurde gesagt, dass er schläft und keine Zeit hat, jetzt zurückzurufen etc. Patrick geht mit Michael vom COP zum Haus des Sergeant Nono, der einen Orang-Utan hat, der seit Jahren an einen Pfosten gebunden ist. Er findet leicht das Haus, aber der Sergeant und seine Frau sind zu Hause und beschimpfen ihn. Über die Nachbarn schafft es Patrick den Orang-Utan zu filmen, der hin und her wippt und aggressiv an seiner zwei Fuß langen Leine am Pfosten zieht, ungeschützt in der brennenden Sonne und im Regen! Ich bin so wütend dass diejenigen, die das Gesetz durchsetzen sollten, so lange damit durchkommen und die Gesetze brechen. Jeder weiß davon! Wir müssen mit dem Polizei-Chef reden, da die Forst-Leute nichts machen werden, solange es keinen Befehl von ganz Oben in der Organisation gibt. Zudem ist es ein Feiertag und es ist ein Polizist, der den Orang-Utan hat! Ich bevorzuge diese Situation. Wenn wir diesen einen retten können, dann werden die Einheimischen von selbst ihre illegalen Orang-Utans aufgeben. Zu oft mussten wir bereits hören, „Aber der Bupati von Nanga Pinoh, der Armee-Offizier, der Polizei-Sergeant, die haben Orang-Utans und Ihr traut euch nicht die zu holen!“ Nun, Orangutan Outreach und das O-Team trauen sich!
 
Nachdem wir den Film angesehen haben, den Patrick diesen Morgen aufgenommen hat, als wir immer noch auf Nachrichten vom Polizei-Chef warteten – der Clip endete mit einer verärgerten Frau, die das Filmen entdeckte und sie davon scheuchte – entschieden Pater Jacques, Dwi und ich, dass wir direkt in das Haus des Polizei-Chefs gehen. Patrick wartet im Auto. Ich leihe mir Patrick’s Kamera, damit ich den Beweis erbringen kann, dass der Polizei-Offizier einen sehr dünnen und aufgeregten Orang-Utan hat, der ohne jeglichen Schutz in der brennenden Sonne angekettet ist! Diesen Orang-Utan, der nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint, zu sehen, und der sich jedes mal selbst verkeilt, während er sich umarmt wie ein traumatisierter Orang-Utan mit Hospitalismus, würde jeden wütend machen – oder nicht?
 
Wir gehen zur offiziellen Residenz des Polizei-Chefs von Sintang, das wirklich ein ziemlich bescheidenes Haus ist für einen Leutnant Kolonel mit soviel Verantwortlichkeit, über ein Gebiet das bis zu Grenze mit Malaysia reicht. Es gibt einen Wartebereich mit ein paar Holzbänken auf die wir uns setzen, während Pater Jacques dem diensthabenden Officer unsere Ankunft meldet. Es gibt einen Fernseher, der laut eine Sing-Show zeigt. Als der Korporal davon stürzt, um die seltsame Gruppe aus zwei weißen Männern und einer winzig kleinen einheimischen Lady anzumelden, drehe ich den Fernseher aus, damit wir sprechen und denken können. Es hängen hier mehrere Käfige mit Singvögeln und von der Rückseite des Hauses kann ich noch mehr Singvogelarten hören. In einem ist eine geschützte Art.

Wir bekommen einen extrem süßen Tee und es dauert eine recht lange Zeit, die wir damit verbringen, den jungen diensthabenden Polizisten zu fragen, ob es schwierig ist, ein Mitglied der Polizei zu werden. Seine Geschichte, dass er sich gerade beworben und die Prüfungen bestanden hat, unterscheidet sich von anderen Geschichten, die ich gehört habe und Fällen von denen ich weiß, aber ich denke, er ist ehrlich. Vielleicht bin ich zu negativ geworden, nach mehr als 30 Jahren in Indonesien?
 
Dann: ja wir können reinkommen, durch die Eingangstür. Wir setzen uns, und Letkol Firly, ein muskulöser Mann mit einem jugendlichen Gesicht aber grauem Haar, erscheint in einem T-Shirt. Er spricht immer noch in eines der beiden Telefone, die er in der Hand hält. Er versucht ein Ticket nach Sintang zu bekommen, auf dem Flug, der in 2 Stunden geht, nicht gut… Aber dann hört er, dass der Flug ausgebucht ist und er mit dem Auto nach Pontianak fahren muss. Genau der grauenhafte Trip, den wir hinter uns haben als wir nach Sintang fuhren, und derselbe Trip, den er letzte Nacht gemacht hat und erst um 10 Uhr Nachts ankam. Sofort ist er in sein Büro gegangen und hat bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet. Das ist der Grund, weshalb er uns bis jetzt noch nicht geantwortet hat, entschuldigt er sich, weil er auch später als gewöhnlich aufgewacht ist. Wir sind mitten in der Unterhaltung darüber, wer die Leute in dieser Gruppe sind und was wir von ihm wollen. Aha! Ja, er erinnert sich. Seine Frau hat ihn gebeten, diesem Pater zu helfen. Er selbst ist auch ein Christ aus Nord-Sumatra. So kamen wir also an seine direkte Nummer, er versteht nun… Ja, einige Affen, richtig? Nein? Ein Orang-Utan, sicher.
 
Dann noch mehr Anrufe und der Polizei-Chef instruiert seinen Vertreter, der immer noch in Pontianak ist, dass er bei dem Vorbereitungstreffen für die Ankunft des Polizei-Oberen in 2 Tagen in Pontianak teilnimmt. Er rechnet, dass er es nicht mehr rechtzeitig schaffen wird bis zum Beginn des Treffens. Und er ist glücklich, dass er lange genug mit uns gewartet hat, um die Rechnung zu machen, dass es keinen körperlich sicheren Weg gibt, Pontianak zu erreichen, wie er nur Stunden zuvor angewiesen wurde! Erleichtert und viel entspannter beginnt der Polizei-Chef mehr Fragen zu stellen. Ich erkläre sehr detailliert die Gesetze, den großen Gesichtsverlust für die Polizei, die Offiziere hat, welche illegal Wildtiere halten und das große Problem mit dem Schmuggel durch seinen Distrikt nach Malaysia, das Ansehen von Indonesien in der Welt. Er hört aufmerksam zu, aber ich bin noch nicht ganz fertig… „Geht es wirklich um einen meiner Männer? Wir können nicht sicher sein.“ Ich zeige ihm das Video, das Patrick nur Stunden vorher gemacht hat und er muss zugeben, dass es einer von seinen Männern sein kann.
 
Ich spiele die Trumpfkarte aus. Kolonel Toto, der neue Oberste des Sintang Armee-Distriktes hat bereits zugestimmt, mit uns eine große Säuberungsaktion zu machen. „Hat er das bereits mit Ihnen diskutiert?“ Dann frage ich ihn, ob der Bupati ihn bereits informiert hat, dass wir ein koordinierendes Treffen haben werden mit Kolonel Toto, ihm selbst, dem Bupati und unserer Wenigkeit? Wirklich? Er hat bis jetzt noch nicht davon gehört. Vielleicht sollten wir den Kolonel anrufen? Der Polizei-Chef glaubt, ich bluffe und gibt mir die direkte Nummer des Kolonel Toto, den ich anrufe.
“Ja, wer ist da?” tönt es streng am anderen Ende der Leitung. Ich bin es Kolonel, der große weiße indonesische Kerl, der nach vorne kam, wo Sie und der Bupati bei der Einführungszeremonie für den Bupati saßen. Erinnern Sie sich, wie Sie sagten, dass wir diese Säuberungsaktion in Sintang und Umgebung für die Wildtiere machen werden? Können wir das nun so schnell als möglich machen, nachdem Sie ihre neue Position hier in Sintang nach dem ersten Dezember eingenommen haben? „Aha, sicher, sicher!! Wir werden das, sobald ich ankomme koordinieren.” Und übrigens Kolonel, ich sitze hier mit dem Polizei-Chef in seinem offiziellen Büro und… (Letkol Firly macht mit fuchtelnden Händen klar, dass er nicht mit dem Kolonel sprechen möchte!) und ich denke er möchte genauso eifrig unser Programm unterstützen (Letkol Firly nickt zustimmend!).
 
Wir haben es geschafft! Ich kann es fühlen. Und Dwi spürt es auch! Sie fängt sofort an zu telefonieren und SMSen zu versenden, um ein Auto anzumieten und alles vorzubereiten. Unglaublich! Was für eine wundervolle, toughe kleine Lady! Der Polizei-Chef ruft seine Geheimdienst-Offiziere an und sagt ihnen, dass sie herausfinden sollen, welcher Polizist einen Orang-Utan hat. Dann beginnen wir über die Naturschutz-Probleme zu reden und er fragt, ob sein Hobby mit den Vögeln legal ist… Ich erkläre, dass der grüne Vogel geschützt ist und der Polizei-Chef händigt ihn uns sofort aus. Wir erklären, dass wir noch keine Einrichtungen haben, um andere Tierarten aufzunehmen. Es muss also warten. Wir sollten uns auf die Primaten konzentrieren, die schwere Erkrankungen an die Einheimischen weitergeben können. Oh, richtig! Großartig! Dann erreicht ihn die Nachricht, dass wirklich einer seiner Leute, Sergeant Nono, einen Orang-Utan hat. Er gibt Anweisungen, die sicherstellen, dass der Orang-Utan nicht irgendwohin anders verschwindet. Er schlägt vor, dass der Polizist den Orang-Utan am nächsten Tag abliefern soll. Aber wir stimmen nicht zu. Nein, wir sollten ein Exempel statuieren! Sie sollten es selbst in die Hand nehmen. Das wäre ein klares Signal an andere Polizisten! Nachdem er einige Ausflüchte sucht, gibt der Chef nach.
 
Oh, und übrigens, können wir das bitte auch filmen? Ähhh… Sicher… Und schnell rufe ich Patrick herein, und wir fahren mit der Unterhaltung fort. Der Chef gibt Anweisung, dass sein Auto bereitsteht. Nachdem er von Pater Jacques ein wenig überredet wurde, zieht er sich auch seine komplette Uniform an!! Erinnern Sie sich, auch ihre Frau sorgt sich, erinnert ihn Pater Jacques. Er zieht sich irgendwie zögernd um, wird aber enthusiastischer, als die Kamera läuft. Er erklärt, dass er 700 Polizisten hat, die er alle bei dieser Aktion einsetzen wird. Dass er den Schmuggel kontrollieren kann und er seine Männer an die Grenze zu Malaysia schicken wird, damit sie von jeder Tierschmuggelaktivität berichten.
 
Zuerst planen wir, zum Haus des Offiziers zu gehen. Dann möchte der Polizei-Chef zuerst unsere Einrichtungen sehen und wir ziehen los und treffen uns mit dem Team aus Kobus. Er ist nun überzeugt. Ich frage, ob ich mit ihm zusammen im Auto fahren kann, aber er erlaubt das nicht. Vielleicht fasse ich ihn ein bisschen zu hart an, es geht zu schnell… Gefolgt vom Pick-up, in dem unsere Tierärzte und Jean Kern von Primates helping Primates sowie ein großer Käfig und ein Blasrohr und andere Utensilien sind, fahren wir zum Gebäudekomplex und finden leicht das Haus, ein paar hundert Meter vom Büro des WWF entfernt. Der Orang-Utan ist jetzt an einen kleinen Hibiskusbaum vor dem Haus gekettet. Sergeant Nono steht draußen und schaut extrem erschrocken. Der Polizei-Chef und ich gehen sofort zum Sergeant, der vor Furcht zittert. Und mit lauten Worten erklärt der Chef, wie er dem Corps Schande gebracht hat, indem er diesen Orang-Utan illegal hält. Der Sergeant bittet um Vergebung und auf die Frage, ob er den Orang-Utan aufgeben wird, schüttelt er sofort ein Ja.
 
Ich gehe nun zu dem Orang-Utan, der keinen Namen hat!! Danach fragen wir ein bisschen länger und dann sagt der Sergeant, dass der vorherige Besitzer, der in einen anderen Bezirk gezogen ist, und der ihn seit 5 Jahren an einen Baum gekettet hat, ihn möglicherweise Gimo [auch: Jimo, Anm.] genannt hat. So ist es nun also Gimo für uns.

Gimo ist extrem dünn. Er hat nirgendwo genügend Muskeln übrig, um ihm ein Beruhigungsmittel zu spritzen. Er ist sogar noch kleiner als ich vom Video her gedacht habe. Dieser unterernährte, kleine männliche Orang-Utan, der mindestens 6 oder 7 Jahre alt ist, ist kaum größer als ein 3-jähriges Kleinkind! Ich berühre sanft seinen Kopf und lasse ihn dann meine Hand mit seinen Lippen berühren. Er schaut mir direkt in die Augen und dann sieht er es! Ich bin gut, nicht wie die Menschen, mit denen er es bisher zu tun hatte! Seine Lippen sind weich und seine Augen flehen mich an. Ich kratze ihm jetzt den Rücken, streichle ihn sanft und frage nach ein paar Früchten für ihn. Es ist so traurig, seinen Hunger zu sehen. Aber er kann nicht sofort all diese reichhaltigen Früchte essen, es würde ihn töten! Ich muss es also begrenzen. Gimo ist sehr dehydriert, die Haut auf seinen Händen braucht extrem lang wieder in die normale Position zurück zu kommen, nachdem ich sie hochgezogen habe. Definitiv kein Anästhetikum [Betäubungsmittel, Anm.] für diesen armen Orang-Utan.


Ich beschließe also, ihn nur hoch zu heben, wogegen er sich zunächst wehrt, aber er hat keine Kraft. Und mit seinem nach unten hängenden Kopf, hebe ich seinen dreckigen kleinen Körper unter seinen Achseln hoch und bringe ihn zum Auto. Gimo hat sich jetzt völlig ergeben und ich entscheide mich, dass wir ihn nicht im Käfig einsperren müssen. Ich lasse ihn nur zwischen Kim und Rosalyn sitzen.
 
Ich gehe zurück, um zusammen mit Pater Jacques, dem Polizei-Chef und Sergeant Nono zu sprechen. Er verspicht, für uns andere Orang-Utans zu finden und sagt, er wird es nie wieder tun. Ich warne ihn, dass wenn der Adler, den er zuvor auch hatte und den er jetzt versteckt hat, verschwindet, werden wir ihn bestrafen. Wir kommen bald und holen alle geschützten Tiere! Er nickt mit gesenktem Kopf. Zusammen mit seinem Chef machen wir noch ein demütigendes Foto von uns Vier. Er kommt auch in die lokale Zeitung.

Nach einem bisschen mehr Überredungskunst von Pater Jacques, folgt uns der Polizei-Chef Letkol Firly Samosir nach Kobus, dem Sintang Orang-Utan Zentrum, wo ich Gimo vom Pick-up hole und ihn zu den Quarantäne-Käfigen trage. All diese vielen Blätter und Früchte. Gimo kann nicht glauben wo er ist! Ich nehme den großen Schneider und mit ein bisschen Schwierigkeiten schaffe ich es, die Kette um Gimo’s Nacken los zu bekommen, wo sie 6 Jahre lang war! Gimo macht glückliche Quietschlaute und Grunzer. Er weiß, dass die Dinge nun besser werden :-). Ich danke dem Polizei-Chef, der mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hat, wie all die Orang-Utans auf mich reagieren. Dann ein Bild mit der ganzen Gruppe vor dem Sozialisierungs-Käfig.

Dann sitzen wir auf der Terrasse und der famose Tuak, der Palmwein von Pater Jacques, stellt sicher, dass wir ein sehr nettes Ende dieser Rettungsaktion haben. Wir machen noch ein paar Bilder mehr und ein Extra-Bild mit dem gutaussehenden Polizei-Chef zusammen mit Penny aus Australien, dann geht Chief Firly zurück zu seiner Station und wir machen uns an unsere nächsten Aktivitäten.

Dwi organisiert schnell ein Boot und wir gehen zum Hafen mit dem fauligen Geruch von rohem Palmöl, das zu den Pontons hier geliefert wird. Es gibt auch viele Pontons mit unfertigem, natürlichem Gummi, der Haupteinkommensquelle hier in der Region, dessen Anpflanzungen auch von Pater Jacques gefördert werden. Der Geruch des rohen Öls macht einen krank und wenn man realisiert, was die Palmölplantagen für die weitere Zukunft der Einheimischen bedeutet, und auch für die Orang-Utans, wird es umso abscheulicher! Wir gehen über ein paar schlüpfrige Eisenholzbohlen zu einem lauten Holzboot, das uns ins Dorf Teruntun bringen wird, nicht weit flussaufwärts von Sintang, wo es viele Zuckerpalmen und Palmsaftzapfer gibt.