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Willie's Borneo Blog Januar/Februar 2012 - Martinus

Willie's Borneo Blog Januar/Februar 2012 - Martinus


Martinus ist der Name der Niederlassung, die ursprünglich Banua Keram hieß. Ein abgelegenes Dorf mit vielen Zuckerpalmen, wo vor genau 100 Jahren die Katholische Kirche von einem bärtigen Missionarspriester etabliert wurde. Die Einheimischen nennen den Ort Banua Martinus. Aus diesem Dorf kam der erste Dayak Priester und auch der erste Dayak Gouverneur der Provinz West-Kalimantan, der ein ehemaliger Absolvent der  Katholischen Missionsschule war. Dieses Dorf ist auch das Zentrum der Palmzucker-Produktion für die weitere Umgebung und hier sind mehrere hundert Zuckerpalmen-Zapfer ansässig. In einem Gästehaus das zum Kirchengelände des Dorfes gehört, schreibe ich diesen Blog.
 
Die Reise begann heute Morgen in Bogor um 03:30 Uhr, als Jean Kern und ich zum Flughafen in Jakarta fuhren. Wir nahmen den Kalstar-Flug von Jakarta nach Pontianak und setzten dann unsere Reise nach Putussibau fort. Neben uns gab es so viele neu abgeholzte Flächen und die typischen quadratischen Felder der furchtbaren Ölpalmplantagen, die sich in die Regenwälder fressen.  

So viel [CO2-]Ausstoß! Wir sahen auch noch mehr offene Goldminen, noch mehr Kohleminen und noch mehr illegalen Holzeinschlag. Alles liegt klar vor uns, während wir über das Land am Äquator fliegen. Pater Jacques Maessen, der Direktor der Kobus Foundation und Pater Gunarto warteten auf Jean Kern und mich am kleinen Flughafen. Und der selbe Priester, der einen epileptischen Anfall bekam, als er mich und Pater Jacques Maessen in Putussibau vor eineinhalb Jahren fuhr, Pater Arifin mit seinem großen Kopf mit den lockigen Haaren, fuhr uns mit dem Auto in die kleine Stadt.
 
Als wir von Putussibau losfuhren, sahen wir viele Straßen vor Läden, die noch bedeckt mit Papier waren von dem Feuerwerk und den Raketen, die die chinesische Bevölkerung zum Beginn des chinesischen neuen Jahres abgefeuert haben, dem glücklichen Jahr des Drachen. Wir mussten einige Hände schütteln und bekamen große Mengen an Essen in den Häusern von verschiedenen chinesischen Familien angeboten. Bedauerlicherweise für mich gab es meist Fleisch, da dies hier als besonders wertvoll angesehen wird und deshalb den Gästen serviert wird. Dann organisierten 13 Priester drei Autos und ein Motorrad, mit denen wir die nächsten 4 Stunden nach Banua Martinus fuhren.
 
Überall sehen wir frische Slash and Burn Felder mit erstaunlich gut gedeihendem Reis, der vermutlich im Februar geerntet wird. Einige der kleinen Hütten in den Feldern sind bereits von professionellen Krachmachern besetzt, um die Vögel wegzuscheuchen. Wir fahren dicht ran an den Bergrücken, der Indonesien von dem malaysischen Teil Borr erlaubte, kleine Files über das Netz zu verschicken, das mir der drahtlose Internetzugang meines Telefons zur Verfügung stellte.
 
Wie immer lerne ich so viel auf diesen Expeditionen. Ein einheimischer Dayak Ambaloh erzählt mir woher die Namen der Stämme kommen. In der Vergangenheit legten sie ihre Wanderfelder entlang des Kapuas-Flusses nach Süden an, aber dann kamen die Muslime und die Dayak mussten weichen. Dann kamen sie an diesen Fluss, den sie nun den Ambaloh-Fluss nennen. Als sie ihren Reis hier entlang des Flussufers anpflanzten, bemerkten sie, dass er hier besser gedieh als an der Stelle, an der sie vorher lebten. Deshalb nannten sie diesen Platz in ihrer Sprache „mam lalo“ oder „es ist gut wie es ist“ und die Dayak wurden wieder „tau mam“ oder „glückliche Menschen“. Und so kommt es, dass sie sich nun Ambaloh nennen. Wirklich eine wundervolle Geschichte. Und es ist immer noch wahr, sie können die großen Statuen aus Eisenholz immer noch herstellen und sie reparieren ihre Dächer immer noch mit Eisenholzschindeln.   
 
Aber wie lange noch… Holzfällerfirmen kümmern sich absolut nicht darum und überrennen ihr Land. Jedes Jahr werden die Überschwemmungen heftiger und die Fische verschwinden aus den Flüssen. Das Holz, Bushmeat, Rattan und Gaharu Duftholz muss noch weiter weg gesammelt werden. Und nun kommen die Ölpalmen und große Unruhe hat die Gemeinschaft hier befallen… Sie haben die Geschichten über die Gemeinschaften die verloren gehört und das Elend das es in anderen Regionen gebracht hat. Sie suchen deshalb verzweifelt nach Möglichkeiten, um ihre traditionelle Lebensweise zu erhalten und bis jetzt scheint Gummi die einzige Lösung zu bieten. Gummi(-bäume) brauchen Herbizide und Dünger, aber das ist immer noch besser als nicht… Ich bin hier, um mit Ihnen andere Alternativen zu diskutieren.
 
Wir sitzen auf dem Boden und essen ein einfaches Mahl. Pater Gunarto hat viele gute Ideen wie man den Dayak helfen kann, indem man das Vertrauen nutzt, das sie in die Kirche haben. Zum Beispiel das Sammeln von Tengkawang Nüssen, die ein viel gesünderes Fett enthalten als die Ölpalmen und es kommt direkt von hier. Auf diese Art und Weise kommen sie ohne die Mittelsmänner aus und können den Ortsansässigen bessere Preise geben, damit diese mehr von diesen Regenwald-Bäumen anpflanzen, um nicht nur ihr Einkommen und ihre Gesundheit zu verbessern sondern auch die Umwelt. Pater Gunarto ist ein tapferer und kluger Priester. Nach dem Essen ging der Priester zur Abendmesse in das nahe Kirchengebäude. Ich hörte ihnen aus der Ferne zu bei ihrem wundervollen, gregorianischen Gesang. Es wird Zeit, den Computer auszuschalten und auszuruhen.
 
25-Januar-2012
 
6:30 am Morgen und die Priester singen wieder während ihres Morgengebetes. Jemand versucht den lärmenden Generator anzuwerfen. Es ist trocken und viele Menschen wandern bereits über das Kirchengelände hier in Erwartung auf das große Treffen. Nach dem Frühstück gehen Pater Jacques, Jean Kern und ich zum Präsentationsraum. Wie durch ein Wunder funktionieren der Projektor und die Lautsprecheranlage! Viele Dayak aus dem Dörfern die ich schon vorher besucht hatte kommen her und begrüßen mich freudig.



Mein Vortrag geht mehr oder weniger non-stop über 8 Stunden. Die Fragen kommen. Und ein Leuchten tritt in die Augen der Menschen. Sie verstehen nun besser, dass das Land, das sie besitzen der größte Schatz ist, den sie haben. Sie verstehen, dass sie von den vielen Zuckerpalmen, die sie besitzen, sie ihr eigenes Ethanol produzieren können und damit Koch-Brennstoff für die Frauen, Brennstoff für ihre Motorräder und Boote und den Generator. Sie brauchen also keinen Export-Markt! Es ist alles für sie selbst und sie bezahlen weniger als sie für den regulären subventionierten Brennstoff bezahlen, können die Leute die Zapfer für den Palmsaft, den sie produzieren bezahlen! Sie sind ihr eigener Markt! Und ja, die Nahrungsmittel von den Zuckerpalmen sind so gut und der Zucker ist so viel gesünder, die Fasern so wertvoll und das Holz so stark.

 

Nach der langen, langen Sitzung gehe ich zu den Zuckerpalm-Zapfern aus Martinus. Ich rede mit Herrn Anton, einem respektierten ehemaligen Mitglied des hiesigen Parlaments, und etwas 8 Zuckerpalm-Zapfer die er in seinem Haus versammelt hat, das von einem wunderschönen gemischten Zuckerpalmenwald umgeben ist, die alle von ihm selbst gepflanzt wurden. Saim, der König der Zapfer, wie er sich selbst vorstellt und von den anderen anerkannt wird, erzählt eine Geschichte. Wie er zuerst im Feld arbeitete wie jeder andere auch aber dann ausrechnete, dass er so viel mehr mit den Zuckerpalmen verdienen konnte! Das einzige Problem…Brennholz. Immer dasselbe, aber mein Village Hub (Dorffabrik) kann das Problem umgehen… Die Menschen hier bekommen im Durchschnitt 15 Liter Palmsaft pro Palme und Tag. Sein bester Baum gibt 80 Liter pro Tag. In der Vergangenheit kamen einige der Setzlinge aus Sulawesi! Ich sehe auch einige der Setzlinge, die ich aus Sulawesi brachte, die nun große Bäume sind, bereit angezapft zu werden. Es freut mich wirklich sehr!
 
Ihre Zapf-Technik ist praktisch eine Kopie dessen was die Leute in Nord Sulawesi machen. Und er erzählt mir, dass sie vor langer Zeit das Zapfen von einer Person aus dieser Region gelernt haben! Aber ich lerne gerade noch einen neuen Trick!! Und ich bin glücklich, dass ich ihnen so viele neue Tricks zeigen kann, damit sie ihre Zapf-Technik verbessern. Ich werde Nico Tatontos, einen meiner Zapfer der Masarang Foundation, nächste Woche hierher schicken. Diese Woche arbeitet er mit den Dayak Menschen in Tertung und Tembak und Ensaid Panjang nahe bei Sintang. Er und Harry Kaunang, der Leiter der Naturschutz-Abteilung de Masarang Foundation, brachten Tausende von jungen Zuckerpalmpflanzen nach Sintang und sie sind sehr nachgefragt.



Während des Treffens wir besprechen mit den Leuten, dass diejenigen, die unsere qualitative hochwertigen und viel produzierenden Setzlinge wollen, eine Landkarte ihres Landes machen sollen, vom Häuptling über die Traditionen und dem Dorfoberen Briefe bekommen sollen, dass dies ihr Land ist. Dann bekommen sie die Setzlinge mit einem einfachen Vertrag, dass sie die Setzlinge nicht verkaufen sondern wirklich auf ihrem eigenen Land einpflanzen. Wie haben also keine Bedingungen? Nein, nur dass ihr euch um die Bäume kümmert. Keine versteckte Agenda? Nun wir, die Kirche und ich selbst, mögen es nicht, wenn die Wälder und die Gemeinschaften zerstört werden, das ist unsere Agenda. Wenn wir diese Karten haben, können die Ölpalmfirmen nicht mehr länger einfach hereindrängen und ihr Land niederwalzen, wie ich es zuvor schon gesehen habe. Es gibt viele Abnehmer… Ich muss nun also noch mehr Sponsoren finden wie die Sirtema Stiftung, die es mir erlaubt hat jene ersten 5000 Setzlinge zu bringen.
 
Es ist Zeit zur Kirche zu gehen, wo Pater Jacques die Messe leiten wird. Eine besondere Ehre für den letzten Priester hier, der in den Niederlanden geboren wurde. Viele Dörfler gehen bereits zur wunderschönen hölzernen Kirche. Und dann nach dem Abendessen wird es meinen Lieblingsnachtisch geben… Durians!
 
26-Januar-2012
 
4 Uhr Früh und ein unglaubliches Konzert mit drei Arten von Fröschen aus dem Sumpf nahe dem fast 100 Jahre alten Kirchengebäude und aus den Wasser-Tümpeln nach dem gestrigen Regen. Zusammenpacken für die 12-stündige grausame Autofahrt über Straßen, die regelmäßig durch die überladenen Palmöl- und illegalen Holz-Lastwagen zerstört werden. Dann werden sie repariert mit noch mehr Geld, das gestohlen wird, indem eine viel zu dünne Asphaltschicht aufgetragen wird, die nur kurzzeitig Abhilfe schafft und kaum länger als ein paar Wochen hält! Sind alle diese Kosten für die Wirtschaft und das Wohlergehen der Menschen hier eigentlich in irgendeinem Geschäftsplan und Bilanzierungen der Ölpalm-Firmen enthalten?
 
Das war es, was mir letzte Nacht durch den Kopf ging. Die Geschichten, die ich von den Einheimischen gehört hatte. Wie die Dayak ständig mehr in die Ecke gedrängt wurden. Ich hörte die üblichen Geschichten über Bestechung der Dorfoberen und Unterwerfung der Aktivisten. Sperr ein paar Dörfler ein und die anderen geben auf. Und eine neue Variante war, dass Firmenleute vor Ort ziehen, in die Dayak Gemeinschaft einheiraten und dann die Gemeinschaft dazu zwingen ihr Recht als neue „Dayak“ zu respektieren und den Weg frei zu machen für die Ölpalmen! Und dann die Priester, die gerade eben erkennen mussten, dass der Platz auf dem die Kirche steht, wo sie schlafen, nun auf einmal im Besitz einer korrupten Holzkonzession ist, ich glaube sie nennt sich Rimba Jaya, die nun eine Palmöl-Konzession wurde. Alles Land drumherum wo wir jetzt sitzen, hat still die Hände gewechselt ohne dass die Gemeinschaft von Benua Keram etwas davon erfuhr!!! Und nun während ich hier mit etwas Kaffee am Küchentisch sitze, um diesen Bericht zu schreiben, erzählt mir ein anderer Priester, dass die roten Markierungen für die Ölpalmen vor ein paar Wochen 4 Meter vor dem Kirchengebäude in Mendalam angebracht wurde!
 
Ich bin sicher, es waren nicht die vielen Durian, die ich gestern mit Pater Jacques gegessen habe, die mich schlaflos machten. Es ist die Ungerechtigkeit, der Ärger darüber was hier passiert. Manchmal ist es so hart, sich auf die strukturellen Lösungen zu konzentrieren und hartnäckig weiterzuarbeiten um eine Änderung herbeizuführen. Manchmal will man einfach nur herumtoben oder aufgeben. Gestern stand dieselbe Person auf, die mich vor einigen Jahren mit dem Tod bedrohte, und meinte, er ist es so leid immer noch mehr Geschichten zu hören über Hoffnung, über Lügen. Die Gemeinschaft hat ihn bereits verbannt von ihren Aktivitäten nach seinem damaligen Ausbruch in Putussibau und warnte ihn nun wieder. Sie gaben sich große Mühe, mir zu erklären, dass manchmal halt eben diese Sorte Mensch da ist, und er auf keinen Fall für alle spricht. Natürlich weiß ich das, aber manchmal, wenn man müde ist…
 
Letzte Nacht wurde die Messe in der wundervoll dekorierten Martinus-Kirche von Pater Jacques geleitet, assistiert von sechs anderen Priestern. Er trug seine Kirchenrobe, die ihm vor 25 Jahren von den Dayak Menschen mit phantastischen Dekorationen gegeben wurde. Er sprach mit großer Liebe für die Menschen, deren Leben er teilte und denen er sein Leben gewidmet hat seit über vier Jahrzehnten. Und die Menschen wussten, was er meinte, als er sagte, dass obwohl er keine Frau habe, die Frauen ihn lieben und er die Frauen. Und dann gaben die Menschen in der Kirche mir und Jean Kern einen speziellen Hut, um uns in ihre Gemeinschaft aufzunehmen.
 
Berührend. Dann machten wir ein Foto mit Pater Jacques in der Mitte, dem ältesten noch verbliebenen Priester unter den 24 vom Orden der Montfortanes, die es in diesem Teil von Kalimantan gibt, und einen von früher zwei holländischen Missionaren.
 
Und nun kochen seit einer Weile die Frauen und Jean Kern kommt zu mir in die Küche, wo ich versuche diesen Blog zu schreiben und meinen Biobrennstoff Kaffee zu bekommen – die Frauen lachen. Als Jean hereinkommt: „Mr. Bean! Du bist so lustig! Du bringst die Menschen zum Lachen und wenn Menschen lachen vergessen sie für eine Weile ihre Sorgen. Und wenn Menschen lachen, bleiben sie länger jung!“ Jean lächelt nur etwas, wie immer, wenn es ihn betrifft in seiner üblichen geerdeten Art. Er erzählt mir, dass das gestrige Stammestreffen mit all diesen Priestern ein Höhepunkt in seinem Leben war… Er versteht nicht alles was auf Indonesisch gesagt wurde aber er verstand die Ausdrücke auf den Gesichtern der Menschen, als sie zuhörten und reagierten. Und er singt und tanzt mit den Leuten und sie wissen, er liebt sie auch. Hier ist ein Bild von Jean und ein paar Kindern aus Martinus.
 
Der gestrige Tag brachte Hoffnung und Glanz in die Augen der Menschen als sie einig hinter der Erklärung standen, dass die Ölpalmen nicht bis hierher kommen würden. Nun ist es Zeit zu gehen. Wir haben eine lange Reise vor uns. Um Jojo und andere Opfer der Entwaldung zu treffen. Um wieder die Dayak von Tembak, Tertung, Ensaid Panjang, Lansat Baru und so viele andere Dörfer zu sehen. Ein Glas Tuak auf der Kobus Terrasse zu trinken spät in der Nacht, wenn wir ankommen.
 
Nun, es gab unerwarteter Weise Zeit zum Schreiben, bei zwei platten Reifen! Es wird sehr spät werden, bevor wir zurück nach Sintang kommen… Aber glücklicherweise mit drei Priestern im Auto, boten die vorbeifahrenden Autos Hilfe bei unseren platten Reifen. Ich konnte also noch ein bisschen tippen, auf diesem Stamm am Straßenrand sitzend und inkludiere die folgenden Bilder, um euch ein besseres Gefühl von dem Ganzen zu vermitteln.

 

Bild 1: Die wunderschöne 3 Meter lange Trommel im Palin Langhaus, die aus dem Stamm einer Zuckerpalme gemacht wurde und angeblich 100 Jahre alt sein soll. Sie ist mit Symbolen aus dem Dayak Leben beschnitzt und hängt mit Hilfe von Seilen aus Rattan und Zuckerpalmenfaser über einem der Eingänge des Langhauses. Das Fell eines wilden Ebers, das kunstvoll mit Rattan befestigt wurde, gibt ihr einen wirklich außerordentlich tiefen und vollen Klang.



Bild 2: Pater Gunarto und Pater Jacques leiten das Kirchen- und Stammestreffen



Bild 3: Die tanzenden Priester von Martinus um die Menge aufzuwärmen vor der langen Vorlesung!



Bild 4: Noch frisch zu Beginn der 8-stündigen Vorlesung…
 

Bild 5: Die Armee war da, um das Treffen zu beobachten. Als ich am Anfang über Politik und Landrechte sprach, schien Lt Mursid nicht glücklich zu sein, aber als ich auf die Zuckerpalmen zu sprechen kam, änderte er sich völlig. Er erzählte mir, wie eine Medizin von der Zuckerpalme sein Leben gerettet hat.
 


Bild 6: Die singenden Priester mit einem halben Mikrophon, das die Hälfte der Zeit funktionierte. Pater John and Pater Rafeal kommen beide von den NTT Inseln. Die Mehrheit der Priester kommt nicht aus der lokalen Bevölkerung sondern von NTT, Flores, Timor und Java.




Bild 7a: Ein Zuckerpalm-Zapfer aus Martinus.  Bild 7b: Bambuspflanzen aus denen Leitern zum Zapfen gemacht werden

 

Bild 8: Ein traditionelles Langhaus auf langen Stelzen




Bild 9: Da Holz immer rarer wird und die Menschen trotzdem ihre traditionellen Langhäuser behalten wollen, werden mehr und mehr Langhäuser mit Sperrholz und rostigen Eisendachplatten gebaut



Bild 10: Der nächste Schritt bei den neuen Langhäusern. Der Platz unter den Stelzen wird nicht länger zum Schutz benötigt, sondern wird nun zum Wohnen benutzt. Die Ornamente ändern sich auch.



Bild 11: Ein anderes Langhaus, aber nun aus Beton aber immer noch mit den original Eisenholz-Schindeln des hölzernen Langhauses, die sie ersetzt haben durch zusätzliches korrodiertes Eisen. Wandlung scheint unabwendbar. Ich hoffe ihre Art des Teilens und sich Kümmerns wird es nicht...

Hier finden Sie den englischen Original-Blog: www.orangutanoutreachnederland.nl/wp-content/uploads/Martinus_24-1-2012_v2.pdf