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Molly und Cemong, die Neuankömmlinge in Sintang

14.04.2015
In diesem Bericht können Sie über die beiden Neuankömmlinge in Sintang lesen, Molly und Cemong. Insgesamt befinden sich zurzeit 26 Orang-Utans im Sintang Orang-Utan Zentrum (SOC). Es sind 10 Babies, 13 „Jugendliche“ und drei ausgewachsene Orang-Utans. Wir werden mehr über sie in den nächsten Wochen berichten. Sie alle brauchen unsere Hilfe - Helfen Sie uns ihnen zu helfen! Ein erstes großes Projekt wird es sein, Spendengelder für eine zusätzliche „Kinderstube" zu sammeln. 
 
Eine unserer Neu-Ankömmlinge: MOLLY
 
Molly ist ein drei Jahre junges Weibchen. Sie kommt ursprünglich aus Zentral-Kalimantan. Molly wurde illegal bei einer Familie im Bezirk Tebelian in Sintang ungefähr 2 Jahre lang als Haustier gehalten. Die „Eigentümer“ holten sie aus Kalimantan, da ihnen die vorherigen „Besitzer“ eine Million Rupien (ca. 70 Euro) schuldeten. Weil sie immer noch sehr jung war, als sie von der Familie weggebracht wurde, die ihre Besitzansprüche geltend machte, nahmen sie sie eben so mit, wie soe auch anderen Besitz transportieren!  

Molly wurde in einem kleinen, schmutzigen Holzkäfig gehalten. Als sie größer wurde, war der „Käfig“ nicht mehr stark genug, und sie schaffte es mehrmals die Holzbalken zu zerbrechen und davonzulaufen. Jedesmal wenn sie entkam, rannte sie ein bisschen ums Haus, hatte viel Spaß dabei Hühnereier zu klauen, Kautschukbehälter von der Plantage zu zerstören, frische Durian-Früchte zu essen, oder sich die Wäsche anderer Dorfbewohner zu nehmen und sie auf das Dach oder in halbe Höhe der Bäume ringsherum zu bringen! Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass ihr Sinn für Humor nicht bei allen ankam. So musste der „Besitzer“ das Tier auf Druck seiner Nachbarn schließlich wieder abgeben. Wir würden uns wünschen, dass mehr illegal gehaltene Orang-Utans so frech wie Molly sind!

Als das Team vom SOC erstmals Erkundigungen über Molly einholte (wir möchten natürlich sichergehen, dass das ganze Tierärzte-Team, die Forst Polizei und die gemieteten Autos nicht mit leeren Händen wieder abfahren müssen), war sie gerade wieder ausgebrochen und kletterte auf einen Baum. Wir konnten sehen, dass sie bereits erstaunlich gute Fähigkeiten im Klettern hatte. Sie wusste bereits, wie sie ihre eigenen Rambutan-Früchte von den Bäumen holen konnte, die sie genauso täglich zu essen bekam wie Reis oder anderes „menschliches“ Essen, gekochtes Gemüse, Fleisch und Fisch.

Molly ist zurzeit in Quarantäne im SOC. Wir sind so glücklich sie bei uns zu haben, in einer Umgebung mit viel Liebe, Aufmerksamkeit und Beobachtung.



LINKS: Molly in ihrer früheren Behausung mit der Frau, die sie zwei Jahre lang so gehalten hatte.
RECHTS: Molly schaut durch die Holzbalken durch. Sie verwenden Motorradketten und Nägel um die Balken zusammenzuhalten. 
 


LINKS: Der bisherige Besitzer trägt Molly zum Transportkäfig der Forstaufsicht, die Molly konfisziert hatte, um sie nach Sintang zu bringen.
RECHTS: Molly´s „Zuhause“ für die letzten zwei Jahre mit Mitarbeitern von SOC linkerhand und einem Familienmitglied auf der rechten Seite.
 

Die Türe zum (künftigen) Glücklichsein ist weit offen…. Molly ist auf ihrem Weg in ein viel besseres Leben.
 

Molly kommt in Sintang Orang Utan Center an.
 

Der Transportkäfig wird auf das Auto der Regierung umgeladen, um dann nach Sintang gebracht zu werden, wo ihre Rehabilitation beginnen soll.
 

Molly hat natürlich keine Ahnung wo es hingeht, aber sie liebt die Blätter und die Leckerein im Transportkäfig!
 

Molly schaut ein bisschen besorgt, aber es beginnt jetzt ein viel besseres Leben als Orang-Utan….
 
Und gerade als wir ihnen dieses update schreiben, bekommen wir Nachricht, dass ein weiterer, viel jüngerer Baby Orang-Utan gerettet werden konnte, der durch einen Jäger Waise geworden war, der das Muttertier als Bushmeat verkaufte. Das Baby ist ein weibliches Tier, wir haben sie Maya getauft, und sie ist erst 1,5 Jahre jung. An einer Hand fehlen ihr zwei Fingerkuppen, sie wurden offenbar abgeschnitten, als sie sich um den Hals ihrer Mutter geschlungen haben dürfte, als diese mit der Marchete umgebracht worden ist.

Es gibt noch so viel zu tun, bevor wir wirklich sagen können, dass das Töten endlich aufgehört hat…
 
Dieser Link zeigt Ihnen die Arbeit des SOC Teams: (Video: Die Befreiung von Cemong) Das Baby, Cemong, das hier gerettet wird, macht gute Fortschritte und hat schon viele Freunde. Aber es werden noch viele Rettungsaktionen folgen müssen…
 
CEMONG

Als Cemong ankam, war ihr Fell viel zu lang, weil sie in ihrem kleinen Käfig nicht viel bis keine Bewegung machen konnte. So konnten sich ihre Haare auch nicht abnützen. Alles blieb in den Strähnen hängen und deshalb war es auch ziemlich schmutzig. Wir schnitten ihre Haare ein bisschen, damit sie sich ein bisschen leichter tat.

Als wir Cemong zum ersten Mal in den Bäumen spielen ließen, kletterte sie sofort sehr hoch hinauf und blieb dort oben auch für eine lange Zeit. Als sie ein bisschen weiter herunter kam, fielen ihr die Babies, die immer noch in den Baby Stationen waren, auf. An der einen Seite, innerhalb der Behausung hingen fünf Babies am Zaun, allesamt sehr interessiert an Cemong, die in den Bäumen hing. An der anderen Seite in den Bäumen außerhalb der Station hing Cemong an einem Ast und beobachtete ihre neuen künftigen Freunde. Nach dieser ersten „Begrüßung“ ließen wir sie hinein in die Baby-Station, wo sie sich sehr wohl fühlt. Sie verbrachte die meiste Zeit des Tages mit ihrer neuen Freundin Terra. Cemong ist sehr oft weit oben in der Behausung, und wir glauben, dass dies auch Terra helfen wird in der Waldschule, höher hinauf zu klettern.
 
Was den Nestbau betrifft, so ist Cemong schon sehr weit: sie sammelt, organisiert und sie schläft auf ihrem Bett, so wie Iga das tut.
 
                   

(Englischer Text: www.masarang.hk)
 
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