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Loris (Sampiri) auf Talaud freigelassen

01.03.2015
Durch eine gemeinsame Anstrengung mit KOMPAK, dem World Parrot Trust, dem Department zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen in Nord-Sulawesi (KSDA) und PPS Tasikoki, wurden 55 rote und blaue Loris Ende August 2014 in ihre ursprüngliche Heimat auf den Talaud-Inseln zurück gebracht.
 
 
Ende letzten Jahres ist die Polizei auf der Talaud-Inselgruppe auf einen Händler in Karakelang gestoßen, der 111 rote und blaue Loris (lokaler Name: Sampiri, Lateinischer Name: Eos histrio) wilderte und versuchte sie auf die Philippinen zu schmuggeln. Diese Vogelart ist auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft. Die Polizei vor Ort versuchte zunächst die Vögel direkt wieder freizulassen, aber das war nicht möglich, da die Primärschwungfedern von dem Wilderer entfernt worden waren. Das KSDA bat PPS Tasikoki auszuhelfen und transportierte die Vögel nach Tasikoki, bis eine andere Lösung gefunden werden kann.
 

95 der überlebenden Vögel kamen in einem unterernährten und schwachen Zustand in Tasikoki an. Ein paar verstarben traurigerweise in den ersten Wochen. Das medizinische Team in Tasikoki war in der Lage, die Tiere sofort medizinisch zu behandeln. Dies wurde erst möglich durch die Spenden vom World Parrot Trust und Futtermittelzusätzen einer speziellen Lorikeet Mischung, die von Schulkindern aus Hong Kong gespendet wurde.


In den folgenden Monaten, bekamen die Vögel durch die intensive Versorgung ein gesundes Körpergewicht und vielen der Vögel wuchsen die primären Schwungfedern zurück. In manchen Fällen war dies nur möglich mit Hilfe von tiermedizinischer Versorgung da die Follikel durch das gewaltsame Herausreißen der Federn entzündet waren. Unglücklicherweise sind bei einigen Vögeln, v.a. den jüngeren, die noch nicht in der ersten Mauser waren, die Schwungfedern durch diese grausame Behandlung dauerhaft zerstört, so dass sie nie wieder fliegen werden können.

In der Folgezeit gab es eine Menge an Meetings zwischen den am Projekt beteiligten Organisationen, um einen geeigneten Platz zur Wiederansiedlung im Heimatgebiet der Vögel zu finden, um formelle Gesundheitschecks der Vögel zu machen, und um tierärztliche Protokolle für die Freilassung der Vögel und für den Transport der Vögel festzulegen. Zusätzlich wurden auch Sensibilisierungs-kampagnen auf den Talaud-Inseln diskutiert, sowie eine Menge an Vorbereitungen, die vor der Freilassung arrangiert werden mussten.
 
  

Einige der Loris in ihrem Transportkäfig
 

Das transportable Anwöhnungsgehege wird untersucht.

Im Mai waren nur 35 der Vögel in der Lage eine vernünftige Flugdistanz zurückzulegen und Tasikoki benötigte mehr Zeit, um die Freilassung vorzubereiten. Schließlich erfüllten 55 Vögel alle Kriterien, damit sie wieder freigelassen werden konnten. Im August 2014, wurde das transportierbare Angewöhnungsgehege, das in Tasikoki gebaut wurde, zum Freilassungsareal auf Karakelang gebracht.
 
Dieses Gebiet wurde von KOMPAK als die ursprüngliche Stelle, wo die Loris herkamen, identifiziert, so dass die Loris wieder zu ihrem ursprünglichen Schwarm zurückkehren können. Als das Angewöhnungs- und Freilassungsgehege aufgebaut war, folgten kurz darauf die Vögel nach, begleitet vom Tierarzt aus Tasikoki und dem hauptverantwortlichen Tierpfleger. Die Karakalang Insel ist ca. 15 Stunden Bootsfahrt von Manado entfernt. Es war also eine lange Reise zurück nach Hause – mit der Nachtfähre, um den Stress für die empfindlichen Loris möglichst gering zu halten.

 
 
  
Zeremonielle Gebete und Ansprachen, viele Polizei- und Armee-Beamte nahmen auch teil, als Zeichen ihrer Verpflichtung, sich für diese gefährdete Spezies einzusetzen.

Nach einer traditionellen Sangihe-Talaud Zeremonie und Ansprachen zum Naturschutz, wurde am 29. August 2014 die Freilassungsklappe am Angewöhnungsgehege geöffnet. Ein Teil der Zeremonie war auch, dass der Chef der Talaud Polizei und der lokale Deputy General der Armee gemeinsam eine gemeinsame Erklärung vom Hohen Gericht in Talaud zur Strafverfolgung sangen. Dies war ein bemerkenswerter Durchbruch  und Erfolg für die Bemühungen von KOMPAK, die Sampiris zum Maskottchen für Talaud zu etablieren.


Alle Sampiri sind nun im Freien und es gibt ein großes Geschnatter als sie mit der Futtersuche beginnen

Der Wilderer bekam eine verringerte Haftstrafe von 1 Jahr und 4 Monaten. Dies scheint ziemlich wenige dafür, dass er ca. 5-10% der wild lebenden Population einer solch gefährdeten Spezies schmuggelte. Nichtsdestotrotz ist dies die höchste jemals verhängte Strafe in Nord Sulawesi für einen Fall von illegalem Wildtierschmuggel.

Wir möchten all den Volontären danken, die halfen und für die Sampiris eine Patenschaft übernahmen und ihnen Namen gaben. Wir danken auch den Organisationen, die Tasikoki mit Rat und Tat während des gesamten Rehabilitationsprozesses zu Seite standen, als da wären der World Parrot Trust, ZGAP, BirdlifeInternational, Flora & Fauna International, Rainforest Clinic for Birds, Wildlife Reserves Singapore und der Loro Park. Unser besonderer Dank geht an Dr. Dian Tresno Wikanti, Noldi Pinontoan, Claire Kelly, Thomas Matson, allen PPST Tierpflegern, Mehd Halaouate & World Parrot Trust (der die gesamten Versorgungs- und Freilassungsaktivitäten unterstützte), BKSDA in N-Sulawesi und ganz speziell Michael Wangko & KOMPAK, ohne den die Loris kein Freilassungsareal bekommen hätten oder nicht einmal vom Schmuggler konfisziert worden wären. KOMPAK (Karakelang Natur-Liebhaber Gemeinschaft) engagiert sich sehr dabei, dem Handel mit den Sampiri Einhalt zu gebieten und sie werden auch weiterhin die freigelassenen Vögel beobachten.
 
KOMPAK machte dieses Ereignis zu dem was es war und hat so viel dafür getan, diese Vögel wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurück zu bringen. Der gesamte Einsatz wurde von Indonesiern für die indonesische Biodiversität geleistet.


 
Gruppenfoto für die Zeitung. Der Mann in der Mitte ist verantwortlich für die Aufbringung und die Inhaftierung des Schmugglers. Ihm wurde vom Polizei-Chef in Anerkennung seiner  erdienste zur Strafverfolgung ein Preis übergeben.
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