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Konfiszierungen in Nord-Sulawesi 2013

04.08.2013
Insgesamt befinden sich, mit den letzten Konfiszierungen, 60 Makaken (Primaten) in Tasikoki in unterschiedlichen Stadien der Rehabilitation. Hier berichten wir über ein paar der Konfizierungen von Makaken, Pythons und Vögeln, exemplarisch für alle anderen Tiere. Weiterlesen...
 
 
Die folgenden Texte und Bilder sind der Facebook-Seite von Tasikoki Wildlife entnommen und ins Deutsche übertragen.
 
Auch in Sintang wurden wieder etliche Tiere, darunter einige Orang-Utans, ins Zentrum gebracht. Auf der Seite von Orangutan Rescue, oder wenn Sie Willie’s Tweets verfolgen, bekommen Sie die neuesten Informationen.
 
Es ist sehr schwierig in Indonesien Tiere zu konfiszieren. Damit die Forstpolizei etwas macht, muss man selbst Berge versetzen. Und selbst dann ist es sehr schwer sicherzustellen, dass es für die konfiszierten Tiere gut ausgeht.
 
Makaken (Primaten)
 
Insgesamt befinden sich, mit den letzten Konfiszierungen 60 Makaken (Primaten) in Tasikoki in unterschiedlichen Stadien der Rehabilitation. Nach der Konfiszierung werden die einzelnen Tiere zunächst in Quarantäne-Käfigen gehalten und es müssen verschiedene Gesundheitschecks durchgeführt werden. Dies sind u.a. Blutuntersuchungen zum Ausschluss von z.B. TBC (Tuberkulose) und Hepatitis und Untersuchungen, um die allgemeine Verfassung festzustellen. Meist müssen die abgemagerten und misshandelten Tiere wieder aufgepäppelt werden, bis sie in einer kleineren Gruppe zusammengeführt werden können.
 
Nur Makaken, die gut sozialisiert und gesund sind, werden in größere Gruppen integriert. Männchen und Weibchen derselben Art dürfen sich in den Gruppen, die für die Freilassung in Frage kommen, auch vermehren. Ansonsten müssen Männchen und Weibchen getrennt gehalten werden, was in größeren Gruppen, v.a. bei den Männchen, zu Auseinandersetzungen kommen kann.
 
Für die Freilassung einer Gruppe von 20 bis 25 Makaken benötigen wir entsprechende behördliche Genehmigungen sowie ein sicheres Freilassungsreal, was beides Zeit und Geld kostet.
 
Hier ein paar Beispiele der letzten Konfiszierungen:
 
 

Aus dem Archiv: ein junger Makak, der aus einem Leben, in dem er an einen Baum gekettet war, befreit wurde. Wie viele dieser Ketten müssen noch durchschnitten werden?  2 Monate nach den letzten Primaten-Rettungen stehen immer noch weitere 7 Makaken auf der Liste, die in der Minahasa-Region gerettet werden müssen.

 
 
Diese Lady namens Bumi wurde am "Tag der Erde" (Earth Day) 2012 aus einem Leben in diesem winzigen Käfig, ohne Zugang zu Wasser, ausser Regenwasser, und mit einer sehr mageren Diät, geholt. Obwohl sie schon erwachsen ist, hat sie ihr Gewicht in Tasikoki mittlerweile fast verdoppelt.

 

Hier die Rettung von Rudy, einem jungen männlichen Schopfmakaken (Macaca nigra), der seit mehr als 2 Jahren bei einer Autowaschanlage an diesen Baum gekettet war, ohne jeden Schutz gegen die brennende Sonne oder den prasselnden Regen. Dank eines Tipps vom Team der Organisation Selamatkan Yaki (Yaki bedeutet auf Indonesisch Makak), hat dieser verspielte junge Makak nun eine gute Chance in unsere Freilassungsgruppe integriert zu werden, nachdem er alle Quarantäne-Untersuchungen erfolgreich bestanden hat. Diese Rettung wurde in Manado am 04. April 2013  von Bali TV, Trans 7 TV und BBC Natural World gefilmt.
 
 

Dies ist Jacky, ein männlicher Schopfmakak (Macaca nigra), der am 02. April 2013 in Tondano gerettet wurde. Jacky's Geschichte wird sehr wahrscheinlich in einer Dokumentation der BBC über die Schopfmakaken gezeigt werden. Sie müssen sich also mit weiteren Informationen gedulden, bis die Dokumentation im Herbst ausgestrahlt wird. Im Bild links vom Baum, im gelben T-Shirt, der hauptverantwortliche Tierpfleger in Tasikoki, Noldy Pinontoan.
 
 

Jack, ein männlicher Gorontalo Makak (Macaca nigrescens), angekettet an einen Pfahl unter einem Mangobaum bei einem Reifenmarkt im Dorf Kema. Die Besitzer brachten ihm bei, wie man Zigaretten raucht, und er hat ein beschädigtes Hüftgelenk unbekannter Ursache. Er wurde am 02.April 2013 gerettet und wird unsere anderen Gorontalo Makaken, die in der Pflege von Tasikoki sind, treffen, wie zum Beispiel Vinnie, Vino, Vony und Mr Figs.
 
 

Dies hier ist Bobby, nur noch ein Schatten des Makaken, der er eigentlich sein könnte. Anstatt tiefschwarz zu sein, ist sein Fell eher rötlich, ein offensichtliches Anzeichen für eine Unterernährung. Er ist extrem dünn für einen männlichen Schopfmakaken seines Alters. Gerettet am 04. April 2013, kommt Bobby zu anderen Makaken in unsere Quarantäne-Käfige, und hat durch eine gute Ernährung und Gesundheitsfürsorge wieder eine gute Chance.
 

 
Jack (oben), Vinnie und Vino sind drei Gorontalo Makaken (Macaca nigrescens). Wir hoffen, dass wir für sie in nächster Zeit einen etwas größeren Platz schaffen können. Jack wurde im April 2013 und Vino im August 2012 gerettet, und Vinnie kam bereits vor 2009 nach Tasikoki.
  
Pythons und Schildkröteneier
 
Seit März 2013 wurden jeden Monat 3000 Schildkröteneier gerettet. In Tulap, der Schildkröten-Aufzuchtstation der Masarang Foundation gibt es mittlerweile 50 Meeresschildkröten-Nester von Karett-, Suppen- und Oliv-Bastardschildkröten.

 

Diese Python wurde am 12.Juli 2013 übergeben, nachdem ihr Besitzer verstarb und die Familie zu große Angst hatte, mit der Python umzugehen. Sie war ungefähr 4 Jahre lang in diesem Käfig und konnte sich nur hin und wieder eine Katze fangen. Sie hat eine massive Maulfäule, die wir in Tasikoki nun versuchen zu heilen. Die Netzpythons von Süd-Ost-Asien sind die größten Schlangen der Welt, nach den Anaconda in Südamerika. Leider werden die Pythons neben anderem Bushmeat in Nord-Sulawesi immer noch zum Essen verkauft.

 
 
Auf diesem Bild sehen sie, wie Dorce ihr Gesicht wieder zurück hat. Es geht ihr mittlerweile so gut, dass es nicht mehr nötig ist, die Wunde auszuschneiden und am Wichtigsten von allem, sie kann wieder selbstständig ihr Lebendfutter fangen! Wir haben Dorce zur Freilassung vorgeschlagen und warten auf Antwort vom KSDA (Genehmigungsbehörde). Tasikoki möchte allen Sponsoren, allen veterinärmedizinischen Helfern und Reptilienexperten für die Hilfe danken! Ohne diese Unterstützung hätte dieses kleine Wunder nie stattfinden können!
 
Vögel

 

Am 02. Mai 2013 konfiszierte die Forstpolizei in Nord-Sulawesi einen weiteren Schmucklori von einem Vogelhändler und übergab ihn unserem Pfleger Noldy Pinontoan. Trichoglossus ornatus kommt aus Sulawesi und dieser kleine Kerl kommt zu 2 weiteren in Tasikoki, die für die Freilassung rehabilitiert werden.

 

Tasikoki’s Tierpfleger Agus und Yan erhielten am 01. Mai 2013 einen Käfig mit 2 Palmkakadus vom KSDA Beauftragten Pak Johny. Die Forstpolizei hat diese Vögel, die ursprünglich aus Papua kommen, konfisziert, als sie über Bitung nach Nord-Sulawesi geschmuggelt wurden. Nach der Quarantäne hoffen wir, dass wir für sie und 3 weitere Palmkakadus hier in Tasikoki ein neues, großes Aviarium bauen können.

   
 
Am Dienstag, den 04. April, weniger als eine Woche nachdem der letzte Schmucklori in Tasikoki in die Freiheit entlassen wurde, entdeckten wir 2 weitere Schmuckloris, die gerettet werden mussten. Angekettet an Stangen im Eingangsbereich zu einem Haus in Klabat, verzehren sich diese kleinen Vögel nach etwas artgerechter Nahrung und der Chance zu fliegen. Hoffentlich benötigt es nicht zuviele Monate an Rehabilitation, bis sie wieder freigelassen werden können. Nicht alle Loris überleben die schlechten Haltungsbedingungen, bevor sie gerettet werden können.
 
 
 
Ein Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita) aus Papua, angekettet an einen Pfosten bei einem neuen Restaurant nahe Manado. Einer von Tausenden, die im illegalen Vogelhandel gefangen werden. Sie war ein bisschen verwirrt durch die Gefangenschaft und ausgemergelt. Wir hoffen, dass wir ihr eine zweite Chance geben können auf ein Leben mit Qualität und in Würde. Leider gibt es für diese Art keine Möglichkeit sie freizulassen, da es im Ursprungsgebiet auf Papua keine Freilassungsprojekte gibt.
 
 

04. April 2013, ein uniformierter Polizei-Officer in Nord-Sulawesi sieht zu, wie Noldy Pinontoan eine Triangel mit einem Papagei hält, die jemand als Schmuck vor sein Haus in Nord Minahasa gehängt hatte. Dieser männliche Edelpapagei (Eclectus roratus) ist einer von vielen geschützten Vogelarten, der von einem Leben an der Kette gerettet wird. Da traurigerweise die genaue Herkunft dieses Vogels nicht ermittelt werden kann, gibt es wenig Aussicht auf Freilassung. Er wird zu den anderen, mehr als 100 Tieren aus Wallacea und Papua in Tasikoki kommen, und dort zumindest die Möglichkeit haben, in einem Aviarium zu fliegen und sich mit den anderen Vögeln zu sozialisieren.

Das Hauptproblem besteht darin, dass es zu einer Strafverfolgung des Handels und der Haltung von geschützten Arten kommen muss, um sicherzustellen, dass das Gesetz als Abschreckung dient. Nur so sind die Tiere, die noch in Freiheit leben, wirklich geschützt. Deswegen auch unsere Bitte an Sie: Wenn Sie im Urlaub in Asien oder anderen Ländern solche Missstände erkennen, scheuen Sie sich nicht, dies bei entsprechenden Stellen zu melden. Nur so können wir  erfolgreich gegen diese Ausbeutung der Natur und der Tiere vorgehen.
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