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Hilferuf aus Tasikoki - Ein neues Zuhause für Bento & Is?

17.01.2013
Die beiden Orangutans Bento und Is in Tasikoki brauchen so schnell als möglich ein neues Gehege, da die beiden Halbstarken regelmäßig aus ihrem jetzigen Gehege ausbrechen. Das Team in Tasikoki hat deshalb einen Drei-Phasenplan entwickelt und hofft auf Ihre Unterstützung. Jeder Euro hilft den beiden direkt. Es gibt Neuigkeiten - Phase 1 hat begonnen. Weiterlesen...
 


Zwei Orangutan Waisen, Opfer des illegalen Wildtierhandels in Sulawesi

Die zwei verwaisten Orangutans wuchsen in Tasikoki auf Nord-Sulawesi zusammen auf, nachdem sie von illegalen Wildtierschmugglern konfisziert wurden. Sie beiden warteten darauf, dass sie in ein Rehabilitationszentrum an ihrem Ursprungsort, Kalimantan, gebracht werden. Durch die Ausmaße des illegalen Wildtierhandels waren die anderen Rehabilitationszentren aber immer zu voll, um noch Orangutans von außerhalb der direkten Umgebung annehmen zu können. Die Zentren auf Kalimantan hatten und haben zudem damit zu kämpfen, dass noch viele andere Orangutans darauf warten, gerettet zu werden.

In der Wildnis bleiben die Orangutans lange Zeit bei ihren Müttern; üblicherweise sind dies 6 bis 8 Jahre, in denen sie alles lernen müssen, damit sie im Dschungel überleben können. In Gefangenschaft kann dies dadurch nachgeahmt werden, indem man sie in die sog. Waldschule zusammen mit erfahreneren anderen Orangutans schickt, von denen sie dann lernen können. Dies ist jedoch ein langer und arbeitsintensiver Weg der Rehabilitation und es gibt nur begrenzte Ressourcen, um der Flut von tausenden von verwaisten und konfiszierten Orangutans auf Borneo und Sumatra gerecht zu werden. Die Aufnahmekapazitäten in den Rehabilitationszentren auf Sumatra und Borneo stoßen bereits an ihre Grenzen, durch das Ausmaß des Handels und des Verlustes des Lebensraumes durch die Entwaldung.

Im Normalfall werden die Orangutans spätestens im Alter von 5 Jahren in die Waldschule eingeführt. Orangutans, die älter in diese Waldschulen kommen, sind schwerer zu unterrichten. Dadurch haben sie auch eine geringere Priorität bei den Wiederauswilderungs-Programmen.

Is & Bento sind 2 Orangutans auf Sulawesi, die nun zu alt sind, um die Waldschule zu besuchen und wieder ausgewildert zu werden. Es gibt hunderte Orangutans, die in einer ähnlichen Situation wie die beiden feststecken.

Momentane Unterbringung in Tasikoki

Ursprünglich als Aviarium für Adler gebaut, ist das Gehege sehr groß. Dies gibt Bento und Is sehr viel Freiheit sich zu bewegen, zu schwingen und zu klettern.  Da die Orangutans aber mittlerweile gut gewachsen sind, ist der Maschendraht nicht mehr stark genug, um sie zurück zu halten und sie brechen regelmäßig aus.


Seit 2011 hat die Anzahl der Ausbruchsversuche auf durchschnittlich mehr als einmal pro Woche zugenommen. Das Gehege wird regelmäßig wieder geflickt, mit Draht, Metall und Holz, aber der nur 4 mm dicke Maschendraht ist nicht Orangutan-ausbruchssicher.

Wenn Bento und Is ausbrechen gibt es üblicherweise keine ernsthaften Probleme. Es unterbricht nur die Arbeitsabläufe, da wir das Gebiet räumen müssen, damit niemand von den Orangutans angegrabscht wird. Oft verursachen die beiden Schäden an anderen Gehegen und Wasserleitungen. Klempnerarbeiten verursachen die meisten Kosten nach solch einem Ausflug der Orangutans.

Doch die Risiken werden mehr, je größer, stärken und unabhängiger sie werden. Bei wenigen Gelegenheiten wurden Besucher oder Volontäre angegrabscht oder von einem der Orangutans belästigt und sie können wild werden, wenn wir eingreifen. Im Jahr 2012, mußte Is bei mehr als 5 Gelegenheiten sediert werden.

Is mußte nun, nach einem Zwischenfall, wo er den ganzen Tag im Freien war und das Personal durch eine Anzahl von Bisswunden attackiert hat, in einem kleineren und stärkeren Käfig isoliert werden. Es ist nicht seine Schuld. Er ist nicht in der Wildnis und kann deshalb seine natürlichen Bedürfnisse nicht ausleben. Wir können auch nicht länger warten, bis das Jogja Orangutan Centre weiter ausgebaut ist, und wir eine Überstellungs-Genehmigung und Geld für die Transportkosten bekommen.

Zukünftige Unterbringung in Tasikoki

Ein neues Gehege soll Is und Bento die Möglichkeit geben, sowohl gemeinsam als auch getrennt voneinander zu sein, wenn sie es wünschen. Es sollte ausbruchssicher sein, eine gewisse Flexibilität für die tägliche Pflege und das Enrichment gewährleisten und es sollte die Möglichkeit eröffnen, dass noch andere Orangutans aufgenommen werden können.

Wie Sie in den nachfolgenden Skizzen sehen, sieht die Planung des neuen Geheges eine stufenweise Fertigstellung und Erweiterung vor.

   
Hierzu wird u.a. ein starker Maschendraht benötigt, der auf 3m mal 3m großen, vorgefertigten Panelen montiert wird (siehe Beispielbild links unten). Um das neue Gehege bis zur Phase 3 auszubauen, werden insgesamt ca. 6800 Euro benötigt. Durch die bisher von unseren Spendern zur Verfügung gestellten Gelder, kann mit Phase 1 bereits begonnen werden. Bitte helfen Sie dem Team in Tasikoki mit Ihrer Spende, eine neue Unterkunft für Bento und Is zu schaffen. Wirklich jeder Euro wird dringend benötigt und kommt den Orangutans direkt zu Gute.




Sie können entweder über die Homepage von Tasikoki (www.tasikoki.org) direkt an die Masarang Foundation in Indonesien spenden oder mittels EU-Standard Überweisungsträger an Masarang International (direkt über die holländisch/englische Homepage von Masarang International).

Bitte geben Sie in beiden Fällen als Zweck „Tasikoki – Orangutans“ oder „Tasikoki – Enclosure Fund“ an, damit Ihre Spende schnell ihr Ziel erreicht.

Zusätzlich können Sie dem Team in Tasikoki noch direkt eine email senden (donate @ tasikoki dot org) mit Nennung des von Ihnen gespendeten Betrages, damit eine bessere und schnellere Planung und Umsetzung vor Ort möglich ist.

Zur Geschichte von Is & Bento

IS
„Is“ ist eine Abkürzung des Namens „Iskandar“. So hieß ein Polizist, der wollte, dass sein Name diesem Orangutan gegeben wird, nachdem dieser 4 bis 5 Monate alte Orangutan im Jahr 2004 von Schmugglern konfisziert wurde.

Wie es der Fall ist mit so vielen Tieren aus den indonesischen Wäldern, wurde seine Mutter durch Wilderer getötet, die ihn wegnahmen, in ein neues Leben im illegalen Wildtierhandel. Die Schmuggler hatten ihn erst einmal in einer hölzernen Box eingesperrt, die gerade so groß war, dass 6 Flaschen Bier darin Platz finden. Auf diese Weise konnte er heimlich aus den Wäldern Kalimantans auf der Schmuggelroute raus aus Indonesien, über Nord-Sulawesi, geschmuggelt werden.

Nach einer Verfolgungsjagd vom Flughafen in Manado zum Seehafen in Bitung, wurden die Täter von der Forstpolizei und dem Tasikoki-Team endlich nach Mitternacht auf einem Schiff, das auf dem Weg zu den Philippinen war, am 30. April 2004 geschnappt. Zusammen mit dem traumatisierten Orangutan-Baby, das auf Borneo für 300.000 Rupiah (ca. 28 Euro) gekauft wurde und für 20 Millionen Rupiah (ca. 1900 Euro) ins Ausland verkauft werden sollte, schmuggelten die Tierhändler auch zwei kleine Malaienbären und einen Baby Gibbon.

BENTO

Im April 2005, wurde eine Schulklasse aus Manado durch das Tasikoki Tierrettungszentrum geführt. Den Kindern wurde der illegale Wildtierhandel erklärt und die Geschichte einiger der Tiere wurden ihnen nahegebracht. Manchmal erfahren wir dabei im Gegenzug auch sehr viel von diesen Kindern. Als die Kinder den Baby Orangutan „Is“ sahen, informierte uns ein Kind aus dieser besonderen Klasse, dass seine Familie genauso ein „Haustier“ hätte.

Ungläubig besuchte das Tasikoki-Team am nächsten Tag sein Zuhause. Und in der Tat, dort fand sich ein 3-Jahre alter Orangutan, „Bento“. Der Vater des Jungen, ein Arzt, der erst vor wenigen Monaten von Ost-Kalimantan nach Sulawesi übersiedelt war, stimmte zu, dass der sehr vermenschlichte Orangutan in bessere Hände nach Tasikoki kam.

Möglicherweise hat Bento gesehen, wie seine Mutter getötet wurde, als er als Baby aus dem Regenwald gewildert wurde, wie so viele tausende andere verwaiste Orangutans, die Opfer des illegalen Wildtierhandels wurden. 

Neuigkeiten aus Tasikoki 02-Feb-2013

Dank großzügiger Spenden ist mehr als 50% der benötigten Summe zum Umbau des Geheges eingelangt. Mit Phase 1 konnte bereits begonnen werden, wie Sie in den nachfolgenden Bildern sehen. Bento und Is sitzen im Moment noch in ihren Einzelkäfigen, während der erste Teil des Geheges vom Maschendraht freigelegt wird und die neuen Panele vorbereitet werden.
  
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