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Namenspatenschaften für gerettete Plumploris und ein geliehenes Röntgengerät

09.10.2015
Kaum konnte Tasikoki die letzten Konfiszierungen unterbringen und verpflegen, treffen schon wieder neue Tiere aus dem illegalen Wildtierschmuggel ein. Diesmal sind es Plumploris und Languren von der Insel Java, für die Tasikoki Namenspatenschaften anbietet. 
 
Meist sind es Tiere aus Papua und den Molukken, die über die Hafenstädte Bitung und Manado zu den Philippinen und von dort aus in den internationalen illegalen Wildtierhandel geschmuggelt werden, und die die Polizei von Nord-Sulawesi nach Tasikoki bringt. Nie weiß das Team in Tasikoki was sie am nächsten Tag erwartet. An manchen Tagen bringt die Polizei auch beschlagnahmte Tiere, die ursprünglich auf Sumatra, Java und Kalimantan (indon. Borneo) leben.
 
So ein Tag war der 17.September 2015. Am Wochenende zuvor hatte man schon Gerüchte gehört, dass auf Sangihe einige Wildtiere konfisziert wurden. Aber erst als man ein Foto sah, war klar, dass es sich um Plumploris von der Insel Java handelte.
 

Die Behörden in Nord-Sulawesi haben am 17.September ein Schiff mit 23 Plumploris, bei denen sich noch 2 Java-Languren befanden, aufgebracht. Die Tier wurden nach Tasikoki geschickt. Leider waren zu diesem Zeitpunkt bereits einige der Plumploris durch das traumatische Erlebnis und das Fehlen von Wasser und Futter  gestorben.
 
 

Auch von den beiden geretteten Java Languren hat nur das Weibchen überlebt. Sie bekam den Namen Vicky. Wie man in den folgenen Bildern (copyrigh Tasikoki) sieht, geht es Vicky sehr gut und sie hat ihr warmes Bad unheimlich genossen.

 

Glücklicherweise hat sich International Animal Rescue (IAR) bereit erklärt, Tasikoki zu unterstützen und die Plumploris, die Tasikoki wieder aufpäppeln kann, nach Java zurück zu nehmen. Alle waren sehr dünn und völlig ausgetrocknet. Mit Ausnahme des schwächsten Tieres haben aber alle, die lebend ankamen, überlebt und fressen und trinken nun gut in Tasikoki.
  
Es macht einen traurig und man könnte weinen und schreien. Gerade durch die vielen Youtube Videos mit den „ach so niedlichen“ Plumploris, gibt es einen großen Markt und ein großes Begehren in den reichen Industrieländern, diese Tiere als Haustiere zu halten. Dabei ist es überall auf der Welt illegal, diese vom IUCN als gefährdet und stark gefährdet eingestuften Plumploris zu verkaufen, kaufen und zu halten.
 
Einige erinnern sich bestimmt an das Video, in dem ein recht verfetteter Plumplori unter den Achseln gestreichelt wurde. Während wir vor dem Video „Ach wie niedlich“ und „Oh, so einen will ich auch haben“ seufzten, war es für den Plumplori die pure Qual! Unter den Achseln sitzen seine Giftdrüsen. Da er furchtbare Angst hat präsentiert er seine Giftdrüsen – DAS ist der Grund, weshalb der Plumplori so verzweifelt in dem Video seine Ärmchen nach oben reckt!
 
Als würde das noch nicht genügen, werden den Plumploris bei vollem Bewusstsein die Zähne herausgebrochen. Plumploris sind die einzigen giftigen Primaten der Welt. Damit sie sich nicht mit ihren giftbewehrten Zähnen verteidigen können, werden ihnen diese von den Wilderern ausgebrochen. Das nimmt ihnen auch die letzte Chance, wieder selbstständig in der Freiheit zu leben, auch wenn sie das Glück haben, konfisziert zu werden und in eine Rettungsstation wie Tasikoki zu kommen.
 
In Zusammenarbeit mit IAR und deren Little Fireface Project hofft Tasikoki, dass die indonesischen Behörden die Überstellung der Primaten von Tasikoki in das exzellente Plumplori Zentrum in Bogor auf Java erlauben.
 
Für die beiden Languren arbeitet Tasikoki mit dem Primatenzentrum der Aspinall Foundation in Bandung auf Java zusammen.
 
Bis es aber soweit ist, dass die Tiere nach Java zurück können, müssen sie erst einmal in Tasikoki versorgt werden, was die ohnehin knappen Finanzen sehr belastet.
 
IAR hat freundlicherweise ein tragbares Röntgengerät zur Verfügung gestellt, damit das Team in Tasikoki die Plumploris untersuchen kann.
 
Wir von Masarang Österreich suchen nun Sponsoren für ein solches Gerät. Vielleicht gibt es auch jemanden unter den Lesern dieses Artikels, der ein gebrauchtes, wenn möglich digitales Gerät spenden möchte? Digital deswegen, damit keine Kosten anfallen für die teuren Entwicklerchemikalien, die auch umweltschädlich sind.
Auf Nord-Sulawesi gibt es keine Tierkliniken und die Krankenhäuser nehmen keine nicht-menschlichen Primaten als Patienten an.
 
Ein solches Gerät wäre auch eine große Hilfe für die Orang-Utans in Sintang und Tembak. Gleichzeitig könnte man es selbstverständlich auch an diesen abgelegenen Orten mitten im Herzen Borneos für die Dajak verwenden.
 
  
 
Hanoman, der charismatische weiße Langschwanz-Makak in Tasikoki fungiert nun als Fundraiser. In seinem Namen wurde ein entsprechendes Spendenprojekt auf der Spendenplattform SimplyGiving aufgesetzt.


 
https://www.simplygiving.com/JavanPrimatesTasikoki
 
Sie können die Plumploris ganz direkt über eine Online-Spende auf SimplyGiving unterstützen.
 
Wenn Sie 100 USD (entspricht ca. 90 Euro) oder mehr spenden, können Sie einem der 19 überlebenden, meist männlichen Plumploris einen Namen geben. Schreiben Sie einfach den gewünschten Namen in das Kommentarfeld und Sie bekommen ein entsprechendes Adoptions-Zertifikat von Tasikoki elektronisch zugeschickt. Das wäre doch auch ein nettes Geschenk für einen lieben Menschen zu Weihnachten oder zum Geburtstag?
 
Wenn genügend Spenden zusammen kommen, können einige zurück nach Java geschickt werden und für die anderen, die nicht nach Java geschickt werden dürfen, kann man in Tasikoki ein besseres Gehege bauen.
 
Alleine im Monat September 2015 musste Tasikoki folgende Tiere aufnehmen und für sie sorgen: 19 Plumploris, 2 Java-Languren, 6 Sulawesi-Makaken, 4 Loris (Vögel), ein Kakadu und ein Kuskus. Die Quarantäne in Tasikoki platzt wieder einmal aus allen Nähten.
 
Sie können sich gerne mit uns in Verbindung setzen wegen des Röntgengerätes.
 
Bitte helfen Sie uns und den Tieren!
 
 
 
 
 
 

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