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Ein neues Freigehege für die Schopf-Makaken

09.03.2014
Auf einem 3000 m2 großen Waldstück in Tasikoki soll ein neues Freigehege für die stark gefährdeten Sulawesi-Schopfmakaken entstehen.
 
In Tasikoki befinden sich 5 Arten von Sulawesi-Makaken. Alle sind hier endemisch, d.h. sie kommen weltweit nur auf Sulawesi vor und nirgendwo sonst.
 
Den größten Anteil an den Makaken in Tasikoki nehmen die stark gefährdeten Schwarzschopf-Makaken ein, die auf Nordost-Sulawesi  beschränkt sind. Eine kleinere Gruppe versucht noch auf einer Mini-Insel vor der Küste zu überleben. Insgesamt gibt es eine Population von nur noch 4000 bis 6000 dieser Schopf-Makaken.
 
Die Ausbeutung und Abholzung der Regenwälder und der illegale Wildtierhandel dezimieren auch diese Art sehr stark. In ein paar der verbliebenen, geschützten Wälder werden diese Tiere manchmal gejagt und als Bushmeat gegessen. Es kommt auch häufig vor, dass die Affen als Haustiere gehalten werden und angebunden an einer kurzen Kette ihr Leben bei einer mageren Diät und Regenwasser fristen müssen. Von einigen der Makaken-Rettungen haben wir hier bereits in einem anderen Artikel berichtet.
 
Tasikoki ist das einzige Rehabilitationszentrum für diese Tierart in Nord-Sulawesi, ihrer angestammten Heimat. Nach den letzten Konfiszierungen sind die Kapazitäten in Tasikoki jedoch erschöpft, um noch mehr Makaken retten und aufnehmen zu können.

    

Im Moment gibt es ca. 70 Sulawesi Makaken von 5 verschiedenen Arten in Tasikoki, darunter eine Gruppe von mittlerweile 27 Schopf-Makaken, die bereit sind, bald in die Freiheit entlassen zu werden. Der letzte Schritt im Rehabilitationsprozess ist die Sozialisierung in der Gruppe. Das Gehege, das momentan zur Verfügung steht, ist zu klein, um noch mehr Tiere in die Gruppe zu integrieren. Deswegen plant das Team in Tasikoki, einen affensicheren Zaun um ein Waldgebiet auf dem Gelände zu ziehen, damit sich die Tiere wieder an ein natürlicheres Umfeld gewöhnen können. Gleichzeitig gibt es dadurch mehr Platz, um die übrigen Makaken in die Gruppe zu integrieren. Eine größere Gruppe hat auch größere Chancen zu überleben. Wir möchten deshalb die Gruppe so groß als möglich machen. Je mehr Makaken freigelassen werden können, desto mehr Platz hat Tasikoki, um noch mehr Tieren, die gerettet werden müssen, zu helfen.
 
Tasikoki bittet nun wieder um die Hilfe unserer Spender damit das Projekt, das wir hier vorstellen möchten, fertiggestellt werden kann. Das Projekt wird ein 3000 m2 großes Stück Regenwald auf dem Gelände des Tasikoki Wildtier-Rettungszentrums mit einem affensicheren Zaun umfassen.
 


Eine Gruppe von Schülern von 4 weiterführenden Schulen aus Hongkong haben, zusammen mit den Volontären, hart an dem Projekt gearbeitet und einen Bereich für den Zaun freigelegt. Mit Ihrer Hilfe kann Tasikoki mit dem Bau dieses Projektes anfangen.
 
Ein Teil des benötigten Geldes wurde bereits durch Masarang und eine Volontärs-Organisation aufgebracht. Zusätzlich haben drei ehemalige australische Volontäre eine neue Spendenmöglichkeit eingerichtet. Eine ehemalige Volontärin aus England versucht auch bei ihrem Marathonlauf etwas Geld für Tasikoki zu sammeln.
 
Schätzungsweise wird die Fertigstellung des Geheges 4 Monate dauern, nachdem genügend Spendengelder eingegangen sind.
 
Ihre Spende kommt zu 100% diesem Projekt und damit den stark gefährdeten Schopf-Makaken zu Gute.

        

Die Freilassungsgruppe besetzt durch ihre Größe drei volle Gehege. Tasikoki braucht diese Gehege dringend für die anstehenden Neuzugänge. Die lokale Regierung versucht zusammen mit NGOs (u.a. Selamatkan Yaki und Masarang) den Handel der bedrohten Tiere in Nord-Sulawesi zu unterbinden. Durch entsprechende Aufklärungs-Kampagnen und Strafverfolgung der Wilderer nimmt die Anzahl der Tiere, die übereignet, konfisziert oder gerettet werden stetig zu. Ohne entsprechende Alternativen stecken die geretteten Makaken in kleinen Quarantäne-Käfigen fest und müssen auf bessere Unterbringung warten.

Wie die Spenden genutzt werden:
Es werden noch Spendengelder für 15 Rollen von Maschendrahtzaun benötigt, der sehr teuer nach Sulawesi importiert werden muss, weil es vor Ort keine Kaufmöglichkeiten gibt. Deshalb kostet eine Rolle mit 30 Metern ca. 200 Euro. Um weitere Kosten einzusparen, werden die Volontäre unter der Anleitung von Simon Purser am Gehege mit bauen.

Über Simon Purser: Simon hat die vergangenen 8 Jahre in verschiedenen Tierschutzprojekten gearbeitet, davon 7 Jahre mit Makaken in Südost-Asien, die sowohl in Gefangenschaft als auch in der Wildnis lebten. Er ist im Moment der Wildtier-Programm-Manager in Tasikoki. Simon hat dank seiner Erfahrung und seinem Wissen über die Sozialisierung von Makaken, die einzeln geretteten und lange Zeit isoliert lebenden Makaken in eine funktionierende Gruppe zusammen gebracht. Er hat auch Freilassungsmöglichkeiten mit den offiziellen Stellen verhandelt.

 
Das wieder bewaldete Freilassungsareal, das eigentlich für diese Gruppe vorbereitet war, wurde von der Behörde als nicht geeignet angesehen, da es sich nicht in staatlicher Hand befindet.
 
Simon hat als ausgebildeter Ingenieur das Gehege designt auf der Basis des verfügbaren Platzes in Tasikoki, seines Verständnisses der Tierart, früheren Erfahrungen mit ähnlichen Gehegen, der Suche nach der günstigsten Möglichkeit in Indonesien und der Konsultation von verschiedenen Partnerorganisationen, die entsprechende Erfahrung besitzen.

Simon und seine Partnerin Angela beraten auch andere Organisationen, sowohl bei der Regierung als auch bei NGOs in Südost-Asien, zu den Themen Wildtier-Rehabilitation und Management von Tieren in Gefangenschaft.

Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, dass dieses Gehege gebaut wird. Ich werde mich auch bei meinem nächsten Besuch selbst von den Fortschritten überzeugen und aktuelle Bilder hier einstellen.
 
Bitte unterstützen Sie das Team in Tasikoki und die Schopfmakaken Sulawesi’s mit einer kleinen Spende.
 
Vielen Dank,
Ihre Gertrud Schuster




Update:

Es gibt leider schlechte Nachrichten. Am 11.Februar berichtete die Jakarta Post, dass in den vergangenen 4 Monaten die Makaken im Wald um das Dorf Podi in der Tojo Una-Una Regency ihr natürliches Habitat verlassen haben und begannen, in die Dörfer und Farmen einzufallen. Die Makaken haben ihren Lebensraum verlassen, wegen dem Eisenerz-Abbau im Dorf Podi und auch wegen der Entwaldung und dem Lärm der Minengerätschaften. 

Hier der Artikel: http://www.thejakartapost.com/news/2014/02/11/mining-deforestation-threaten-endemic-black-macaque.ht...

Traurigerweise erwartet Tasikoki nun, dass noch mehr Makaken gerettet werden müssen, für die man nur in Tasikoki sorgen kann, bevor sie wieder in ein geeignetes Gebiet entlassen werden können. 

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