Sie sind hier: Aktuell Bericht zur Arbeit von Niko Tatontos in West Kalimantan

Bericht zur Arbeit von Niko Tatontos in West Kalimantan

05.01.2013
Niko Tatontos ist ein Meister unter den Zapfern in Tomohon, Nord Sulawesi. Niko war 2012 in West-Kalimantan unterwegs, um den Dajak-Stämmen Zuckerpalmen-Setzlinge zu bringen, die von der Otter Foundation gesponsert wurden. Weiterlesen...
 
 
Niko Tatontos ist ein Meister unter den Zapfern in Tomohon, Nord Sulawesi, der in der Umweltschutz-Abteilung der Masarang Foundation, Indonesien, arbeitet. Er war auch bei der Führung der Sarongsong Zapfergruppe in Tomohon beteiligt, wo er einstimmig von den anderen Zapfern gewählt wurde. Er ist eine sehr freundliche Person, geduldig, verständnisvoll, hart arbeitend, akkurat, gescheit und mit einem erfinderischen Geist, der immer noch mehr über seine Zuckerpalmen lernen möchte. Niko genießt es, andere Menschen zu treffen und mit seinem Hintergrund und seinen sozialen Fähigkeiten ist er ein idealer Lehrer, um das Zuckerpalmen-Programm von Masarang in andere Regionen zu bringen.
 
Niko war bereits nahezu überall in West-Kalimantan. Reisen ist dort nicht einfach. Zuerst muss er mit dem Auto von Tomohon nach zum Flughafen in  Manado fahren und von dort nach Jokarta fliegen.  Dort wechselt er das Terminal und fliegt weiter nach Pontianak, der Hauptstadt von West-Kalimantan direkt auf dem Äquator. Von dort aus muss er für 10 bis 12 Stunden in einem vollgepackten Bus sitzen, oder wenn er Glück hat, kann er mit einer kleineren Gruppe in einem Mietauto mitfahren, nur um nach Sintang zu kommen, der Hauptstadt eines Distriktes, der größer ist als die Hälfte von Holland. Dort bespricht er sich mit Pater Jacques Maessen und seinem Assistenten der Kobus Foundation über den Ablauf für die Besuche im Feld. Es gibt einen kontinuierlichen Strom an Gruppen von Bauern, die die Kobus Foundation besuchen, mit Bitten, Zuckerpalmensetzlinge zu erhalten und Pater Jacques ist dafür verantwortlich die Prioritäten zu setzen.
 
Von Sintang aus startet nun das richtige Abenteuer über Strassen, die oft nur noch Löcher sind von den (illegal überladenen) Ölpalm- und Holzlastwagen. Aber am Ende, wenn sogar die Strassen aufhören und er auf verschiedene Arten von lokalen Transportmöglichkeiten umsteigen muss, manchmal Motorräder (einmal für mehr als 6 Stunden!), noch öfters kleine Boote, die Stromschnellen und gefährliche Sandbänke passieren, die sich wegen den illegalen Goldminen, die ständing neue Sandbänke hervorbringen, bilden.
 
Einmal erreichte Niko eine Gemeinschaft, die ihn nur zögernd wieder gehen lies, da sie die Besuche so genossen und mehr von ihm lernen wollten. Oft ist er auf die Dorfbewohner angewiesen, wenn er zum nächsten Dorf, wie geplant, muss. Aber Niko wird mit diesen Herausforderungen spielend fertig, beschwert sich nie, abgesehen von der Tatsache, dass Masarang sich weigert, für seine Zigaretten aufzukommen, von denen er denkt, dass sie Teil des Sozialisierungsprozesses sind! Er braucht im Schnitt 36 Stunden, um ein Dorf zu erreichen.
 
Der Vorgang ist nicht nur hart und kostenintensiv wegen der schwierigen Bedingungen im Feld, sondern auch, weil man sich um die Setzlinge, die Niko mitbringt, kümmern muss, und weil jedes Dorf so viele als möglich erhalten möchte. Aber mit Pater Jacques im Hintergrund geht es sich am Ende immer gut aus, sogar nach manchen langen Diskussionen. Zudem muss Niko den größten Teil der Unterrichtungen und der Sozialisation an den Abenden machen, da die Bauern vor Ort tagsüber in ihren Feldern arbeiten oder ihre Gummibäume anzapfen. Es ist also kein leichter Job, den Niko aber sehr gut macht.
 
Sobald Niko ein Dorf erreicht und sich selbst ordnungsgemäß mit den Briefen von Pater Jacques und Autoritäten in Sintang vorgestellt hat, einen Platz zum Schlafen und Essen für den ersten Abend gefunden hat, beginnt der Prozess. Niko setzt sich mit den Dorfbewohnern normalerweise im Haus des Dorfvorstehers oder dem Kopf der Bauerngruppe, die nach den Setzlingen und dem Training anfragten, zusammen. Er beginnt damit, dass er ihnen von Nord Sulawesi und den Zuckerpalmen dort erzählt, ebenso wie er Fragen stellt, um herauszufinden auf welchem Level das Wissen der lokalen Menschen über die Zuckerpalmen ist. Er muss auch herausfinden, ob ihre Beweggründe ernsthaft sind und was die Gegebenheiten vor Ort sind. So ein erstes Treffen dauert typischerweise drei Stunden von sieben bis zehn Uhr abends, wenn jeder todmüde ist und sich für die Nacht zurückzieht. Niko hat verschiedene Gerätschaften dabei und Bilder und ein Büchlein.
 
Der nächste Tag beginnt typischerweise mit der Pflege der Setzlinge, die in Polybags umgesetzt werden müssen. Manchmal gibt es keine Polybags und dann tun es gebrauchte Plastikflaschen, Kokosnussschalen und speziell zugeschnittene Bambusrohre genauso. Niko lehrt dann die Menschen vor Ort wie man die exakte Substratmischung in die Bags gibt, wie man die wertvollen, ausgewählten Zuckerpalmen-Setzlinge am besten handhabt und wo man sie hinstellt. Er hilft ihnen, eine einfache Baumschule an einer geeigneten Stelle aufzubauen, von wo aus die Setzlinge später ihren Weg finden sollen. Schatten, Überflutungsrisiken, Schweine, die durch die Pflanzenbeete toben, ein verlässlicher Pfleger, der sich darum kümmert, dass sie gegossen werden, wenn nötig, so viele Dinge, um die man sich kümmern muss. Am Abend werden andere Besucher von den Nachbardörfern ankommen und Niko wiederholt ein bischen was von der ersten Nacht und geht dann tiefer mit jedermann in die Zuckerpalmen-Materie.
 
Am dritten Tag, wenn Niko bereits eine Vorstellung von der Struktur der Gemeinschaft hat und den Personen, die er unterrichten kann, beginnt die Arbeit mit den existierenden Zuckerpalmen. Er lehrt ihnen, wie man die Fasern erntet, das Holz (von toten Zuckerpalmen), die Früchte, die Stärke, die Dornen als Moskito-Abwehrmittel, und zeigt ihnen einige andere medizinische Nutzungsmöglichkeiten der Zuckerplamen (für Zahnschmerzen, Nierensteine, beim Stillen, Brandwunden, etc.). Diese Demonstrationen vor Ort sind sehr willkommen. Niko erstellt ein Inventar der bestehenden Zuckerpalmen in den Dörfern, interviewed die Leute vor Ort über die Art und Weise, wie sie die Palmen nutzen (normalerweise nur für die Palmherzen, für die die Palmen umgeschlagen werden müssen, die sie dann als Delikatessen bei besonderen Feiern benutzen oder wenn es eine Reismissernte gibt) und für lokale Zwecke.
 
Am vierten Tag demonstriert Niko typischerweise die Vorbereitung der Zuckerpalmen-Blütenstände und die Zapftechnik. Er lehrt, wie man die Dinge sauber hält, wie man spezielle Werkzeuge herstellt, wie die hölzernen, runden Hämmer, die dem Blütenstamm angepasst sein müssen, wie man den Saft konserviert. Er demonstriert ihnen auch, wie man aus dem Material vor Ort einen viel effizienteren Kochofen macht, um Brennholz zu sparen. Am Abend gibt es dann eine endgültige Übersicht darüber, was sie alles gelernt haben, über die Organisation der Gruppen, die sich mit den Zuckerpalmen beschäftigen, wer die Ergebnisse an die Kobus-Foundation berichten wird, Methoden zur Kommunikation werden diskutiert, Booklets dagelassen, Fotos werden gemacht und normalerweise gibt es ein nettes Essen, bevor sich Niko am nächsten Morgen zu einem anderen Dorf aufmacht.
 
Dies ist die “Routinearbeit” von Niko für die Otter Foundation. Wenn Niko krank wird (sanitäre Bedingungen und Essen sind nicht immer ideal da, wohin Niko reist) muss er versuchen, zurück zur Kobus Foundation zu kommen, für etwas Ruhe und die Berichte und um weitere Setzlinge mitzunehmen. Manchmal kommen auch menschen aus weit entfernten Dörfern, um von Niko zu lernen, manchmal reisen sie selbst 24 Stunden lang, so schwierig sind die Bedingungen an Orten wie Serawai, wo es keine Strassen gibt, nur Flüsse, die Hochwasser führen wegen der Entwaldung und den sich schnell ausbreitenden Ölpalm-Plantagen. Es ist eine lange Geschichte, aber es ist wichtig dies zu realisieren, wenn ein Ziel nicht erreicht wird, weil ein Boot kentert und Setzlinge und Material verloren gehen, oder wenn Niko eine Pause braucht wie an Weihnachten, um Zeit mit seiner weit entfernten Familie zu verbringen.
 
Manchmal wird Niko von Harry Kaunang, dem Chef des Umweltschutzes bei Masarang und Sonny Ering, unserem hauptverantwortlichen Ranger hier auf Nord-Sulawesi, der aber auch ein erfahrener Zuckerplamenexperte und Baumschulen-Manager ist, begleitet. Aber die Hauptlast der Arbeit liegt auf den Schultern von Niko. Wir besprechen gerade mit Niko, dass er noch einen zusätzlichen Meisterzapfer an die Seite gestellt bekommt, der dann nach der ersten Zeit auch unabhängig die Ausflüge zu mehr Dörfern macht. Aus der Ferne bleibt Niko in Kontakt mit den verschiedenen Dorfkoordinatoren, um ihnen weiterhin mit Rat zu helfen, wenn sie Probleme beim Zapfen oder mit den Setzlingen haben. Er bekam von jedem Dorf, das er im letzten Jahr besuchte, Weihnachtswünsche!
 
So oft als möglich berichtet Niko mir direkt über seine Erfahrungen im Feld. Das passiert, indem ich Niko über seine Findings interviewe, wie hier im Bild unten auf der Kobus Terrasse. Wir fanden sehr interessante Unterschiede in der Produktivität der Palmen. In Tembak, wo die meisten Zuckerpalmen wegen der Palmenherzen als Gemüse geerntet werden, produzieren einige der verbliebenen Palmen immer noch erfolgreich 15 Liter Saft pro Tag mit einem hohen Zuckeranteil. Den Zucker, den sie mit Hilfe von Niko’s Instruktionen machen, war auch von guter Qualität. Im Dorf Tertung, wo die Menschen die Palmherzen nicht nutzen und wo es noch mehr wilde Zuckerpalmen gibt, ist die Produktivität näher bei 20 Litern pro Tag. Eine merkwürdige Beobachtung einer höheren Produktivität in Martinus von etwa 25 Litern Palmsaft pro Palme und Tag stellte sich heraus, dass sie daran liegt, woher die Palmen herkommen. Sie wurden vor ca. 30 Jahren von jemandem aus Manado angepflanzt! Die Nachkommen dieser Palmen produzieren immer noch viel mehr, als die lokalen Varianten! Das verspricht offensichtlich Gutes für unser Programm. Niko berichtet auch über bestehende Zapftechniken (wie beim Dorf Martinus mit vielen erfahrenen Zapfern), den Wuchsbedingungen der Palmen, der Wachstumsgeschwindigkeit, etc. Er berichtet mir auch über die Anwesenheit von Orangutans oder anderen geschützten Wildtieren, die er auf seinen Reisen sieht. Diese Zufallsfunde von Niko’s Reisen helfen uns also auch auf viele andere Arten.
 
In der Zwischenzeit haben wir etwa 20.000 Setzlinge der hochproduktiven Zuckerpalmen in die verschiedenen Dörfer gebracht und mit einem zusätzlichen Trainer und den neuen Baumschulen, erwarten wir, den Prozess zu beschleunigen und alle Setzlinge des Otter Projektes bis Ende Mai 2013 rauszubringen. Um auch die Handhabung der Setzlinge, die neu ankommen, zu verbessern, haben wir entschieden eine zweite Baumschule im Dorf Ensaid Panjang zu errichten. Die Baumschule wird nahe am Langhaus des Desa-Stammes sein. Es gibt dort bereits einige Setzlinge und der Vorteil ist, dass Riyanto aus dem Langhaus (sein Dajakname ist Ringan) bereits Erfahrung hat bei der Pflege der Setzlinge. Die Setzlinge werden dann von dort aus weiter verteilt, wenn sie größer sind und zu 100% überlebensfähig, und zu den weiter abgelegenen Dörfern gebracht. Ensaid Panjang ist eine Stunde von der Kobus Foundation in Sintang entfernt. Kleinere Baumschulen in jedem Dorf können auf den Bildern von Niko’s Bericht, der an dieses Upate angehängt ist, gesehen werden.
 
Ein paar Extra-Bemerkungen: Die Bauern, die Kautschuk-Bäume haben, sind sehr daran interessiert, die Zuckerpalmensetzlinge zwischen ihre Kautschuk-Bäume zu pflanzen. Es gibt eine große Variationsbreite im Wissen um die Zuckerpalmen, was abedeutet, dass wir ein extra Folgeaktivität für eine Reihe von Dörfern brauchen, die die Palmen pflanzen wollen, aber bisher noch keinerlei Erfahrung damit haben. Für diese Dörfer werden wir die Zapfer vor Ort nutzen, die duch Niko trainiert wurden, um das Wissen weiterzugeben. Dann kann das Training auch in ihren lokalen Dajak-Sprachen erfolgen (die Niko übrigens anfängt auch ganz gut zu beherrschen).
 
Die nächste Phase wird sein, die Fermentations- und Destillier-Techniken hinzubringen. Es gibt bereits definitiv eine ganze Anzahl Dörfer mit genügend Zuckerpalmen, um eine lokale Produktionseinheit an den Start zu bringen, wie in Tertung, Martinus und wie wir über Weihnachen herausfanden auch in Tembak gibt es einen großen Bestand an Zuckerpalmen im Saran-Wald. All diese Dörfer werden von dem billigeren Brennstoff profitieren, den sie selbst mit den bereits existierenden Zuckerpalmen produzieren können. Die Konstruktion eines Village Hubs und einer Trainingseinheit für die Ethanolproduktion hat begonnen auf den Terrain von Bruder Piet aus demselben Missionarsorden wie Pater Jacques. Bruder Piet war aus medizinischen Gründen und einem längeren Heimaturlaub in den Niederlanden abwesend, was die Aktivitäten etwas verlangsamt hat. Wir hoffen, dass wir diese Arbeit schnell mit Spenden von AKBH weiterführen können.
 
Alles in allem fühle ich, dass wir eine universelle Akzeptanz des Programmes haben. Wir machten Präsentationen für das Parlament, für die lokalen Dajak-Führer, für den Bupati des Sintang-Distrikts, mit der Polizei und der Armee und dem Forstministerium, mit der lokalen Universität, mit Schulen, mit lokalen NGOs, etc. Alle verstanden die wichtige Alternative, die die Zuckerpalmen den Menschen vor Ort bringen können, ohne dass sie ihr eigenes Land aufgeben müssen. Die Zuckerpalmen wachsen gut in den Baumschulen, aber es sind viele eingegangen wegen der schwierigen Transport-Bedingungen, weshalb wir nun ein neues Verteilerzentrum in Ensaid Panjang aufbauen, um mit diesem Problem fertig zu werden.
 
Mein Assistent Wisnu stellt alle Koordinaten der Dörfer in Google Earth zusammen, die besucht wurden. Das Ziel ist es, dort die Bilder der Aktivitäten einzustellen, die eingescannten Dokumente zu dem Land, wo die Zuckerpalmen angepflanzt wurden und sie verfügbar zu machen, indem man auf die angegebenen Orte klickt. Diese Karte sollte im Januar fertig werden.
 
Es bleibt mir nun nur noch übrig, der Otter Foundation für ihre wundervolle, lebensverändernde Unterstützung für die Dajak-Menschen von West Kalimantan zu danken. Bitte lesen Sie den Text mit den folgenden Bildern in dem Fotobericht von Niko, der mit einer persönlichen Vorstellung durch Niko selbst beginnt, damit das oben Geschriebene etwas verständlicher wird.
 
Willie Smits
Auf dem Weg von Singapur nach Amsterdam
30. Dezember 2012
 

 
Persönliche Vorstellung und Bericht von Niko Tatontos
 
Mein Name ist Nico (Nicholas Tatontos), ich bin 54 Jahre alt und ich arbeite bei Masarang seit 2006. Anfangs war ich der Zuckerpalmenkoordinator für die Zapfer-Kooperative des Lansot Dorfes in Tomohon, aber dann begann ich für das Konservations-Programm der Foundation zu arbeiten.
Meine Arbeit liegt darin, die Zuckerpalmen für Forschungszwecke zu zapfen, dabei mit zu helfen, viele Forschungsdaten zu sammeln und Bäume zu pflanzen. Ich gebe auch vielen anderen Bauern ein Training, vor allem in West-Kalimantan. Hier können Sie mich in einem Dajak-Kostüm in Putussibau sehen, das in West-Kalimantan liegt.
 
Ich mag meine Arbeit wirklich sehr, wie zum Beispiel das Anpflanzen von Bäumen und Schützen von Tieren. Ich bin glücklich darüber, dass wir seltene und gefährdete Tiere retten. Was es ganz besonders interessant für mich macht, im Bereich Umweltschutz und für Masarang zu arbeiten, ist, dass wir Stipendien an Studenten ausgeben, ohne jegliche Bevorzugung von bestimmten Familien, sondern wirklich objektiv.
 
Ich mag ganz besonders meine Arbeit in West-Kalimantan mit den Stämmen bei Sintang und Putussibau. Ich bringe ihnen Setzlinge von guten Zuckerplamen und pflanze dies emit ihnen an. Ich lehre und trainiere sie auch darüber, wie man die Zuckerpalmen versorgt und wie sie auf die beste Art und Weise gezapft werden können. Ich zeige den Dajak aber auch wie man Seile aus den Zuckerpalmfasern macht, wie man die Zuckerpalmfrüchte zu einer Delikatesse macht, und wie man Öfen baut, die eine Menge an Brennholz einsparen. 2012 war ich bereits dreimal in West-Kalimantan, wo wir mit der Kobus Foundation in Sintang zusammen­arbeiten. Ich bin der Masarang Foundation für ihr Vertrauen in mich sehr dankbar und ich möchte pak Willie Smits danken, der an mich glaubt und mich bei meiner Arbeit unterrichtet und angeleitet hat.

Hier unterrichte ich am Abend die Dorfbewohner über die Zuckerpalmen in einem Dorf im Serawai Distrikt, der sehr weit weg ist. Ich reise von Dorf zu Dorf und bleibe überall ein paar Tage.

Während des Tages zeige ich wie man sie anzapft und anderes und am Abend erkläre ich vielen anderen Bauern, auch von anderen benachbarten Dörfern, warum die Zuckerpalme ihre Zukunft verbessern wird. Hier sind auch viele Frauen von anderen Dörfern, die von den Zuckerpalmen und der Kobus Foundation gehört haben. Genauso wie in meinem Dorf in Tomohon, haben die Dajakfrauen in ihrer Gemeinschaft eine gewichtige Stimme.






 
Hier messe ich die Süße des Saftes in den Blüten der Zuckerpalme. Das Gerät, das ich benutze nennt man Refraktometer. Ich lehre den Bauern, dass, wenn sie zuviel Saft gewinnen, weniger Zucker in jedem Liter ist und dass es die Palme töten kann. Nach einigen Messungen und Probieren, können es die Leute nur mit ihrer Zunge schmecken. Darunter zeige ich den Kautschuk-Zapfern, wie man die Palmfasern erntet und wie man ein einfaches Werkzeug aus Bambus herstellt, um Seile zu machen.


Die Kautschuk-Zapfer müssen sehr hart arbeiten und der Preis für Kautschuk kann sich sehr verändern. Deshalb mögen sie die Idee, auch Zuckerpalmen zwischen ihren Kautschuk-Bäumen zu haben. Diese wachsen gut zwischen ihren Bäumen.

 





Hier bin ich in einem anderen Dorf im Distrikt Serawai, mehrere Tagesreisen flussaufwärts von Sintang. Hier nehmen auch viele Menschen von den Nachbardörfern an meinen Unterweisungen im Langhaus teil.
 
 
 
 
 
 











Hier bin ich im Serawai-Wald mit einer Bauern-Kooperative. Dies ist in der Nähe des Dorfes, das im Zentrum des großen Serawai Distrikts liegt.
Ich trainiere die Bauern, wie man am besten die Zuckerpalmen zwschen den Gummibäumen anpflanzt. Sie mögen das sehr. Ihre Gruppe besteht aus 4 weiteren Gruppen. Sie wollen wirklich die Palmöl-Plantagen stoppen!
 









Nun bin ich im Langhaus von Ensaid Panjang. Wir haben einige Früchte von ihren Zuckerpalmen geerntet und ich lehre sie, wie man daraus etwas sehr Leckeres zu Essen macht. Sie kennen bis jetzt nur die Palmherzen als Gemüse! Jetzt wollen sie mehr Zuckerpalmen um ihr Langhaus herum anpflanzen. Aber sie mögen sie so sehr, sie einen schwerwiegenden Fehler begehen. Ich begann ihnen zu zeigen, wie man die Zuckerpalmen hinter dem Langhaus anzapft und dann muss man mehrere Tage warten. Weil aber ein Mann es so gerne mochte, hat er angefangen den Blütenstand nochmal zwei Tage später zu schlagen und das auch viel zu hart. Dann brach die ganze Blüte ab und jeder war sehr enttäuscht. Aber ich werde zurück zu ihrem Wald gehen und es wird bald einen neuen Blütenstand zum Zapfen geben. Ich hoffe, sie werden das nächste Mal besser zuhören.



Dies ist pak Riyanto, der an der Baumschule für die Zuckerpalmensetzlinge, die ich mitbrachte, arbeitet. Er wird auch der Koordinator für die Verteilung der Setzlinge sein, aber nur mit einem Genehmigungsschreiben von Pater Jacques, der entscheidet, wieviele Setzlinge in welches Dorf kommen.
 
 
 








Dies ist das wunderschöne Langhaus des Desa-Stammes in Ensaid Panjang, wo ich schlief.
Das Dorf ist ungefähr eine Stunde nördlich von Sintang und die Menschen hier sind sehr nett.
 
 
 
 
 
 
 











Hier bin ich im Dorf des Seberuang Dayak-Stammes. Diese Menschen kämpfen hart darum, dass die Palmöl-Firmen draußen bleiben. Weil diese Firmen von draußen sich um die lokalen Menschen nicht scheren sondern nur um sich selbst! Nach meinem Besuch sind die Menschen alle sehr enthusiastisch mehr Zuckerpalmen anzupflanzen. Dieses Dorf liegt 3 Stunden südlich der Stadt Sintang. Die Menschen hier arbeiten mit vielen anderen Dörfern zusammen, um den Sarang Wald zu schützen, wo Mr. Willie Orangutans freilassen will. Sie haben ein Mini-Wasserkraftwerk von den Flüssen im Wald, so dass wir bei Nacht ein sehr gutes Treffen abhalten konnten mit dem elektrischen Licht. Sie werden Zuckerpalmen zwischen ihre Gummibäume und entlang der Flüsse anpflanzen.
 




Hier bin ich in Garung im Haus des Dorfvorstehers und man kann die Bilder auf dem Boden sehen, die ich benutze, um die Zuckerpalmen zu erklären. Der Dorfvorsteher hat eine Menge an Gummibäumen und besitzt einen kleinen elektrischen Generator. Jeder mochte es wirklich etwas darüber zu erfahren, welche Zukunft ihnen die Zuckerpalmen geben können. Sie sind auch gegen Ölpalmen.
 









Hier bin ich im Dorf Kenuak. Es ist sehr schwierig dorthin zu gelangen. Wir werden hier Zuckerpalmen in ihren Gärten pflanzen. Dieser Stamm weiss nur, wie man die Palmherzen und die Sagostärke aus dem Stamm erntet, bevor ich kam und sie lehrte.
 
















Dies ist im Dorf Martinus am 12. Oktober. Ich brachte gekeimte Zuckerpalmen und weil diese Leute bereits gute Zuckerpalmen haben, von denen sie Zucker machen, wollten sie alle die Setzlinge und wir mussten lange reden, bevor wir entschieden, wer wieviele bekommt! Dr. Willie war bereits im Januar hier, um mit den lokalen Menschen zu sprechen und so fanden sie es sehr gut, als ich kam.



















Dies ist der Zuckerpalmenwald mit guten Palmen, die die Menschen vor langer Zeit anpflanzten. Aus diesem Dorf können wir Zapfer nutzen, die andere Gemeinschaften unterrichten. Die Menschen hier trinken auch Palmwein.
 









Dies ist die Arbeit für die Zuckerpalmensetzlinge im Dorf Lalang Baru.

 


Hier unten sehen Sie das Treffen im Dorf Tembak, wohin ich am 4. Oktober 2012 1400 Setzlinge brachte. Sie machten bereits Sago aus den Zuckerpalmen für ihre Schweine und asen die meisten der großen Zuckerpalmen als Gemüse. Nun haben sie damit völlig aufgehört und angefangen mit dem Zapfen. Es gibt hier zwei Menschen, pak Nyat und pak Apui, die bereits ein wenig wissen, wie man zapft.


















Hier bin ich im Dorf Belimbis, das näher an der Grenze zu Sarawak, Malaysia, liegt. Es gibt hier in diesem Dorf drei Bauern, die bereits wissen, wie man die Zuckerpalmen anzapft. Sie machen Palmzucker dort. Ich zeigte ihnen, wie man Zucker macht mit nur einem Viertel des Holzes, das sie jetzt benötigen. Natürlich waren sie darüber sehr glücklich. Sie fragten auch nach mehr Setzlingen.
 











Dies ist im Dorf Tertung, nicht weit weg von Sintang. Es gibt hier 68 Familien und mehrere zapfen die Zuckerpalmen, um Zucker zu gewinnen, den sie in Sintang verkaufen. Die meisten von ihnen leben von Gummibäumen. Hier besucht auch Dr. Willie zusammen mit mir und wir haben viel Spass mit den kleinen Dajak-Leuten dort. Sie haben nie Zuckerpalmen gepflanzt, aber jetzt haben sie damit begonnen und sie mögen es sehr.
 
 









Dies ist im Dorf Lanjak. Ich mag es wirklich, den Menschen von West-Kalimantan mit meinen 43 Jahren Zapferfahrung zu helfen. Ich bin stolz darauf, dass die Masarang Foundation zusammen mit der Kobus Foundation von Pater Jacques so vielen Menschen in West-Kalimantan helfen kann.
 
Niko Tatontos,
14. Dezember 2012








Helfen Sie jetzt!
Keep updated: Anmelden für Newsletter
(Ihre email Adresse wird nicht an andere weitergegeben)
News
21.05.2017
01.05.2016
30.12.2015
14.11.2015
10.11.2015
31.10.2015
26.10.2015
26.10.2015
11.10.2015
09.10.2015
09.10.2015
09.10.2015
07.10.2015
11.08.2015
05.07.2015
04.07.2015
04.07.2015
13.06.2015
27.05.2015
27.05.2015
19.04.2015
19.04.2015
14.04.2015
01.03.2015
01.03.2015
01.03.2015
18.01.2015
14.12.2014
14.12.2014
13.12.2014
14.11.2014
14.11.2014
03.11.2014
22.10.2014
05.10.2014
05.10.2014
22.09.2014
30.08.2014
22.07.2014
22.07.2014
13.07.2014
05.07.2014
23.05.2014
23.05.2014
22.05.2014
21.05.2014
18.05.2014
04.05.2014
10.04.2014
09.03.2014
24.02.2014
23.02.2014
18.02.2014
16.02.2014
16.02.2014
07.01.2014
24.11.2013
22.10.2013
22.10.2013
06.10.2013
26.08.2013
04.08.2013
04.08.2013
28.07.2013
07.07.2013
18.06.2013
02.06.2013
17.02.2013
03.02.2013
17.01.2013
11.01.2013
05.01.2013
30.12.2012
24.10.2012
15.10.2012
04.09.2012
02.05.2012
21.04.2012
20.04.2012
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .