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Bericht aus dem Sintang Orangutan Center (SOC)

27.03.2020
Im Sintang Orangutan Center (SOC) macht man sich große Sorgen wegen der Covid-19 Pandemie. Orang-Utans und andere Primaten sind uns genetisch so ähnlich, dass man eine Infektion nicht ausschließen kann. Mehr...
 

Auch Indonesien muss sich mit dem Coronavirus auseinandersetzen. Derzeit werden fast 400 Infektionen in 17 Provinzen gezählt (Stand 21. März 2020). Letzte Woche forderte der Präsident alle auf, zu Hause zu bleiben, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In der Zwischenzeit gibt es in Sintang einen großen Mangel an Gesichtsmasken und die Kosten für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel sind stark gestiegen. Wie geht das Sintang Orang-Utan Center mit Covid-19 um?
 
Im Moment gibt es noch keine Infektionen im SOC, aber zu Hause zu bleiben ist für die meisten SOC-Mitarbeiter keine Option. Die Orang-Utans brauchen den ganzen Tag Pflege und Nahrung. Es werden jedoch bereits Maßnahmen ergriffen, um sowohl Menschen als auch Orang-Utans zu schützen.
 
Orang-Utans können anfällig für das Virus sein
 
Da Orang-Utans genetisch eng mit Menschen verwandt sind, wird angenommen, dass auch sie sich mit Covid-19 infizieren können. In diesem Fall dürfte es eine Katastrophe werden. Es ist schwierig, die Symptome zu erkennen, und außerdem leben die Orang-Utans sowohl im Tierheim als auch im Trainingswald eng zusammen. Wenn die Orang-Utans tatsächlich anfällig für das Virus sind, ist das Infektionsrisiko sehr hoch.
 
Das SOC ergreift verschiedene Maßnahmen, um eine Kontamination mit dem Virus bei Orang-Utans und Pflegepersonen zu verhindern. Für den Anfang sind das Tierheim und die Trainingswälder für alle außer für Pflegekräfte und Ärzte geschlossen. Um körperlichen Kontakt zwischen Orang-Utans und Menschen zu vermeiden, werden die Babys vorübergehend nicht mehr in den Trainingswald gebracht. Sie dürfen ihren Wohnsitz vorerst nicht verlassen. Darüber hinaus wurden die Regeln für die persönliche Hygiene verschärft: Die Pflegekräfte müssen sich vor und nach der Arbeit in den Orang-Utan-Gehegen ständig die Hände waschen.
 
Um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern, gelten im Empfangszentrum immer strenge Verfahren. Seit dem Ausbruch von Covid-19 wurden die Maßnahmen ausgeweitet und die Durchsetzung verschärft. Jeder muss eine Uniform, eine Maske, Stiefel und Gummihandschuhe tragen, wenn er in den Orang-Utan-Gehegen arbeitet. Darüber hinaus muss jeder seine eigene Gesundheit im Auge behalten. Wer sich nicht fit fühlt, erkältet ist oder Fieber hat, sollte dies seinem Vorgesetzten melden und dann einen Arzt konsultieren.
 
Eine letzte wichtige Maßnahme zur Begrenzung von Gesundheitsrisiken besteht darin, die Resistenz von Menschen und Tieren zu erhöhen, damit sie einer möglichen Infektion standhalten können. Dreimal pro Woche erhalten sowohl Mitarbeiter als auch Orang-Utans zusätzliche Vitamine. Das Personal erhält außerdem zusätzliches Vitamin C sowie Milch und Frühstückscerealien, um das Energieniveau aufrechtzuerhalten.
 
Fehlende Mundmasken, starker Preisanstieg
 
Ein großes Problem ist das Fehlen von Mundmasken, die von Menschen in Massen gekauft werden. Diese sind entscheidend, um Personal und Orang-Utans vor Infektionskrankheiten zu schützen, die über die Luft (Tröpfcheninfektion) übertragen werden. In Sintang werden auch Vitamine, Milch, Medikamente und Lebensmittel ausgegeben. Aufgrund der Knappheit sind die Preise für diese Produkte stark gestiegen und die Kosten belasten das SOC-Budget stark.
 
Durch strenge Durchsetzung der Verfahren und vorbeugende Maßnahmen konnte SOC das Virus bisher in Schach halten. SOC und andere Aufnahmezentren werden nicht öffentlich (vom Staat) unterstützt. Sie sind vollständig auf private Spenden angewiesen. In dieser außergewöhnlichen Zeit brauchen sie dringend diese Unterstützung.

Bitte helfen Sie, wenn Sie können.
 
(Der Text wurde aus dem Niederländischen von der Orangutan Rescue Homepage übersetzt)
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